Oi Kabum! .

Oi Kabum-Schülerinnen und Schüler bei der Abschlusspräsentation in Recife.
Benachteiligten Jugendlichen eine Chance geben – das ist das Ziel der Schulen für Kunst und Technologie ‚Oi Kabum!’ in Brasilien. Mit einer kostenlosen Ausbildung im Bereich Kommunikation werden die Talente Jugendlicher gefördert und ihnen das nötige Wissen vermittelt, um sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten zu können. Mittlerweile gibt es drei Schulen mit dem Namen ‚Oi Kabum!’ im Land. In Kooperation mit der Firma ‚Oi Futuro’ wird das Programm in Recife von der Partnerorganisation des DED Auçuba - Comunicação e Educação durchgeführt.
Im Rahmen der ersten Etappe ihrer Ausbildung stellten 30 Jugendliche im Alter von 18 bis 22 Jahren Ende August ihre Abschlussarbeiten aus den Bereichen Video, Fotografie, Grafikdesign und Computeranimation in Recife vor. 18 Monate lang haben sie an Diskussionen und Veranstaltungen teilgenommen und dabei Theorie und Praxis miteinander vereint. Mit den Feierlichkeiten wurde die zweite Etappe des Programms ‚Oi Kabum!’ eingeleitet, in der die Teilnehmenden ein Jahr lang weiterhin von der Firma ‚Oi Futuro’ finanziell unterstützt werden.
Bildprojektionen luden auch Besucher zum Mitmachen ein.‚Oi Futuro’ wurde von den Unternehmen ‚Oi’ und ‚Telemar’ ins Leben gerufen, um den sozialen Unterschieden in Brasilien entgegenzuwirken. Die erste Schule mit dem Namen ‚Oi Kabum!’ nahm in Rio de Janeiro im Jahr 2003 ihre Arbeit auf. 2004 folgten Salvador und 2006 Recife mit dem Angebot einer vollständig kostenlosen Ausbildung in Design, Computeranimation, Video und Fotografie. Das Programm wird jeweils in Zusammenarbeit mit der lokalen Regierung und einer ortsansässigen Nichtregierungsorganisation realisiert.
Zwei der aktuellen Videoarbeiten von Schülern aus Recife wurden für das 19. Internationale Kurzfilmfestival Ende August in São Paulo und das Festival Visões Periféricas Anfang September 2008 in Rio de Janeiro ausgewählt – eine ganz besondere Auszeichnung für die Jugendlichen.
Text: Male Thienken, Entwicklungsstipendiatin für den DED in Recife, Brasilien
Bilder: Mariana Moreira, DED-Partnerorganisation Auçuba - Comunicação e Educação
