Ländliche Entwicklung und Ressourcenschutz .

In tropischen Gebirgen ist Erosion ein besonders großes Problem.
In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas erleben die Menschen eine fortschreitende Zerstörung ihrer natürlichen Lebensgrundlagen. Die Auswirkungen von Entwaldung, Bodenerosion und Verlust an Vegetation und Biodiversität sind aber längst nicht mehr lokal begrenzt. Der weltweite Klimawandel ebenso wie die zunehmende Zahl von Umweltflüchtlingen haben sich zu gravierenden Herausforderungen für die Wirtschaft und Gesellschaft auch der reichen Länder entwickelt.
Direkt Leidtragende der Zerstörung natürlicher Ressourcen sind insbesondere die Bewohner der ländlichen Regionen der ärmsten Länder. Sinkende wirtschaftliche Erträge, abnehmende Einkommen und erhöhte Konkurrenz um natürliche Ressourcen führen zu Verarmung. Der überwiegende Teil derer, die mit einem Pro-Kopf-Einkommen von weniger als 1US$ als absolut Arme gelten, lebt in ländlichen Regionen. Armut ist bis heute ein überwiegend ländliches und ein dominant weibliches Phänomen.
Armutsbekämpfung heißt heute vor allem, Ernährungssicherheit herzustellen und ausreichende Wasserversorgung zu sichern. Dauerhafte Armutsminderung und ökologische Nachhaltigkeit sind dabei zwei grundsätzliche Orientierungen des DED, kurzfristige Nothilfe gehört nicht zu seinem Geschäft.
Die Erfahrungen der vergangenen Entwicklungsdekaden haben gezeigt, dass die Vermittlung technischer Innovation allein nicht hinreichte, um auch die Schwächeren in die Lage zu versetzen, ihre Potenziale zu nutzen. Die agrartechnologische „Grüne Revolution“ ist beispielsweise bei der Mehrheit der afrikanischen Bauern bis heute nicht angekommen. Auch die Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen (Demokratisierung, Gesetzgebung) ist offensichtlich – so wichtig sie auch ist – kein Garant für effektive Armutsminderung.
Im Zentrum der Aufmerksamkeit des DED im Arbeitsfeld Ländliche Entwicklung/Ressourcensicherung stehen daher die Stärkung von Fähigkeiten bei ländlichen Produzenten, bei Organisationen und Dienstleitern und die Stärkung lokaler Institutionen. Gerade Kleinbauern, die für den Eigenbedarf und nur zum Teil für den Markt produzieren, bleiben die Chancen der zunehmend vernetzten und standardisierten Agrarmärkte verschlossen. Sie können die gestellten Ansprüche an Menge, Qualität und Pünktlichkeit nicht erfüllen, ohne ihre Produktionsweise und ihre Form der Vermarktung umzustellen.
Kapazitätsbildung zielt darauf ab, ländliche Produzenten zu befähigen, ihre Potenziale im Rahmen nachhaltiger Nutzungssysteme in Wert zu setzen und ihre wirtschaftlichen wie politischen Handlungsspielräume zu nutzen. DED-Fachkräfte leisten dazu Beiträge: Sei es bei der Vermittlung von Anbau- oder Vermarktungsverfahren, der Moderation von Vereinbarungen zwischen konkurrierenden Nutzergruppen, der Stärkung bäuerlicher Zweckverbände, der Ausbildung von Dienstleistern im Agrar- und Forstsektor oder bei der Stärkung staatlicher Koordinierungs-, Regulierungs- oder Beratungsorgane.
Kontakt
Fachgruppe F2Ländliche Entwicklung, Ressourcenschutz, Wasser
Charlie Moosmann
Telefon: 0228/24 34-217
E-Mail: Karl.Moosmann@ded.de
Dr. Annette Roth
Telefon: 0228/24 34-216
E-Mail: Annette.Roth@ded.de
Download
Fachheft Ländliche Entwicklung und Ressourcenschutz (PDF, 1,2 MB)
DED-Brief 3/2006 Desertifikation und Ressourcenmanagement (PDF, 5,6 MB)
Leistungsbereiche und Leistungsangebote .
Agrarwirtschaftsförderung/Ernährungssicherung
- Vermarktung agrarwirtschaftlicher Produkte
- Förderung standard- und standortgerechten Landbaus
Ressourcensicherung
- Gemeindliche Waldwirtschaft / Manejo forestal communitario
- Lokale Nutzungsvereinbarungen
Ländliche Dienstleistungssysteme
- Kapazitätsentwicklung bei lokalen Beratungsdienstleister in der ländlichen Entwicklung
- Stärkung bäuerlicher Zweckverbände und ländlicher Nutzerorganisationen
Download
Leistungsangebot Kapazitätsentwicklung bei lokalen Beratungsdienstleistern in der ländlichen Entwicklung (PDF, 100 KB)
Leistungsangebot Vermarktung agrarwirtschaftlicher Produkte (PDF, 100 KB)
Leistungsangebot Betrieb ländlicher Wasserinfrastruktur (PDF, 100 KB)
Weitere Informationen:
Regenerative Energien.
DED-Brief zum Thema Regenerative Energien (PDF, 2,3 MB)
Referenzrahmen.
"Ländliche Entwicklung und Ressourcensicherung im DED" (Word, 267 KB)
Ernährungssicherung.
DED-Positionspapier zur Nahrungsmittelkrise (PDF, 49 KB)
Agrartreibstoffe.
DED-Positionspapier zu Agrartreibstoffen (PDF, 41 KB)
Biodiesel in Brasilien.
Im Dezember 2004 legte die brasilianische Bundesregierung offiziell das "Programa Nacional de Produção e Uso do Biodiesel – PNPB" auf. In diesem Artikel erfahren Sie, wie der DED sich am nationalen Biodieselprogramm Brasiliens beteiligt.
Das Brasilianische Biodieselprogramm (PDF, 251 KB)
Biodiversität.
Der DED unterstützt Erhalt und Nutzung der biologischen Vielfalt.
Projektbeispiele aus den Partnerländern Guatemala, Bolivien, Chile, Botswana, Lesotho, Vietnam und Laos vermitteln ein Bild der vielfältigen Arbeit des DED in diesem Bereich.
Referenzprojekte Biodiversität (PDF, 589 KB)
Transhumanz.
Eine Studie über die Konflikte im Zusammmenhang mit grenzübergreifender Weidewirtschaft in Niger, Burkina Faso und Benin und mit Vorschlägen dazu, welchen Beitrag der ZFD des DED zur länderübergreifenden Bearbeitung von Ressourcenkonflikten in den drei Ländern leisten könnte.
Transhumanzstudie (PDF, 4 MB)

