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Usbekistan .  

Kartenausschnitt Usbekistan

Rahmenbedingungen

Trotz der reichen Vorkommen an Gold, Gas, Uran und Erdöl sowie hoch entwickelter Wirtschaftszweige, leben im bevölkerungsreichsten Land Mittelasiens über 25 Prozent der Bevölkerung unter dem Existenzminimum. Diesem Zustand will die Regierung mit einem nationalen „Strategiepapier zur Verbesserung der Wohlfahrt“ begegnen. Das Strategiepapier ist von der Weltbank als Armutsbekämpfungsstrategie anerkannt.

Ursachen für die hohe Armut liegen z.B. in den restriktiven Rahmenbedingungen für Wirtschaftsunternehmen, die in- und ausländische Investoren abschrecken: Schwache Institutionen, Reformunwilligkeit der Regierung, fehlende Rechtssicherheit sowie eine extrem hohe Korruption verhindern einen flächendeckenden Wirtschaftsaufschwung im Land. Die Handelsbeziehungen zu einigen Nachbarländern sind stark beeinträchtigt. Das landesweite Berufsausbildungsprogramm orientiert sich unzureichend am Arbeitsmarkt und ist nicht praxisnah. Die Folge ist eine hohe Arbeitslosigkeit besonders in den weniger gut entwickelten Provinzen in Süd- und Westusbekistan. Frauen und Jugendliche sind am stärksten betroffen.

Staatliche Repressalien und Schikanen seit dem Massaker von Andischan im Mai 2005 machen es den meisten NGO und Menschenrechtsgruppen vor Ort fast unmöglich, ihre Arbeit fortzusetzen. Die EU überprüft halbjährlich die im Ergebnis der Ereignisse von Andischan erlassenen Sanktionsmaßnahmen. Der Fortgang der Demokratisierung bleibt hinter den Erwartungen der OSZE zurück.

Schwerpunktbereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Das 2007 aktualisierte Zentralasienkonzept des BMZ zielt auf die Unterstützung von Demokratisierungsprozessen, Rechtsstaatlichkeit und zivilen Wettbewerb, auf  sozial- und umweltverträglichere Wirtschaftsreformen sowie die Sicherung sozialer Grunddienste ab.

Im Rahmen der Regierungskonsultation im April 2008 wurden folgende Schwerpunkte bestätigt:

  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
  • Gesundheit/Soziale Grunddienste

Engagement des DED

Das Regionalprogramm des DED in Zentralasien basiert auf dem Zentralasienkonzept des BMZ. In Usbekistan setzt der DED sein Engagement im Schwerpunkt „Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung“, vorwiegend in Kooperation mit GTZ und KfW um. Dabei konzentriert sich die Arbeit des DED auf die Mikro- und Mesoebene.

Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
Ziel des DED-Beitrags in Usbekistan ist es, Arbeitslosigkeit abzubauen, Existenzgründungen und die Erhaltung von Wirtschaftsbetrieben zu ermöglichen und damit einen Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung zu leisten.

Staatliche Einrichtungen und NGO werden darin beraten, Modelle für arbeitsmarktorientierte berufliche Aus- und Weiterbildung im IT-Dienstleistungs- sowie im Tourismussektor zu konzipieren und zu etablieren. Das Vorhaben im IT-Dienstleistungsbereich läuft im Juni 2010 aus. Zukünftig will sich der DED auf die Berufliche Bildung konzentrieren.

Parallel dazu beraten Fachkräfte des DED kleine und mittlere Betriebe und NGO in Verbindung mit der usbekischen Industrie- und Handelskammer, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern.

Bei der Einführung von Wirkungsbeobachtung in den gemeinsamen Vorhaben werden Kooperationspartner wie nationale Partnerorganisationen durch den DED unterstützt. 

Weitere Informationen finden Sie auf der landeskundlichen Informationsseite Usbekistan.

Stand: Januar 2009

Kontakt

Regionalgruppe Nahost, Zentralasien
E-Mail: R5@ded.de

Weitere Informationen:

Nahost, Zentralasien

Landesbüro.

Zuständig ist das Landesbüro Tadschikistan:

DED
German Development Service
Navoj Street 5/1
734026 Dushanbe, Tajikistan
E-Mail: zentralasien@ded.de

Webseite DED in Usbekistan.

http://zentralasien.ded.de

Leben in Zentralasien - Tipps für Neueinreisende.

Umfangreiche Informationen über Zentralasien und die dortigen Lebensbedingungen.

Tipps für Neueinreisende (PDF, 1,3 MB)

Ländermappe Usbekistan.

Interessante Links und Informationen für Bewerberinnen und Bewerber.

Ländermappe Usbekistan (PDF, 1 MB)

Aus der Praxis.

Leben an der Seidenstraße: Als Entwicklungshelfer in Usbekistan
Lutz Bartlau arbeitet seit Anfang 2007 als Entwicklungshelfer im Bereich berufliche Weiterbildung in Chiwa, Usbekistan. Der gelernte Koch und Betriebswirt berät Unternehmer und Gastronomen, die im Tourismusbereich arbeiten

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