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Jemen .  

Kartenausschnitt Jemen

Rahmenbedingungen

Die Republik Jemen ist der bevölkerungsreichste und ärmste Staat der arabischen Halbinsel. Das hohe Bevölkerungswachstum von über 3 Prozent führt zu einem übermäßigen Druck auf die natürlichen Ressourcen (Wasserknappheit) und ist eine der Hauptursachen für die Probleme in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Arbeitslosigkeit.

Die jemenitische Regierung hat sich ein ehrgeiziges Ziel zur Erreichung der Millennium Development Goals (MDG) vor allem im Bereich der Armutsbekämpfung gesetzt. Mit Ausnahme der Grundbildung für Alle scheint aber die Erreichung der MDGs bis 2015 angesichts der schwindenden Ölvorräte und des volatilen Ölpreises nicht realisierbar. Die notwendigen Strukturreformen auf lokaler Ebene entwickeln sich nur zögerlich, Personalressourcen zur Umsetzung fehlen.

So führen z.B. die schlechte Bewirtschaftung und der rasante Rückgang der Grundwasserressourcen zu landesweit spürbarer Wasserknappheit. Ein Großteil des Wassers ist fossiles Grundwasser, da oberflächennahe Speicher durch Niederschläge nicht mehr ausreichend nachgefüllt werden.

Eine Besonderheit des Landes liegt im traditionell hohen Bildungsgefälle zwischen Männern und Frauen. Die staatlich angebotene berufliche Ausbildung leidet zudem unter mangelndem Praxisbezug und unzureichender Qualifikation vieler Absolventen. Die Versorgung mit Gesundheitsdienstleistungen, insbesondere für die ärmere ländliche Bevölkerung, ist unzureichend.

Schwerpunktbereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Die Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Jemen sind:

  • Wasser
  • Bildung

Außerhalb der Schwerpunkte engagiert sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in den Sektoren Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung (Förderung von kleinen, mittleren und Kleinstunternehmen (KKMU) und des Finanzsektors) und Gesundheit (Familienplanung und Stärkung des Gesundheitssystems im Prozess der Dezentralisierung), sowie der Förderung der Biodiversität.

Engagement des DED

Das DED-Programm orientiert sich an den Schwerpunkten der Entwicklungszusammenarbeit und arbeitet in allen Bereichen in enger Vernetzung mit GTZ, KfW, BGR und CIM.

Wasser
Fachkräfte des DED beraten Mitarbeiter von Wasserversorgungseinrichtungen und Kläranlagen bei der Verbesserung der Bewirtschaftung, u.a. auch in Fragen der Verteilung und der Tarifgestaltung. Darüber hinaus unterstützt der DED nationale Wasserbehörden bei der Durchsetzung von Regelwerken und im Umgang mit den Wasserverbrauchern sowie bei der Erhebung, dem Monitoring und der Analyse von Geo- und Umweltinformationen im Bereich des Integrierten Wasserressourcenmanagements. In einem weiteren Handlungsfeld fördert der DED die berufliche Aus- und Weiterbildung von Fachkräften - von Technikern im Laborbereich bis hin zu Studenten und Lehrkräften an der Universität.

Durch die Arbeit in diesem Schwerpunkt sollen die Wasserversorgung und die sanitären Verhältnisse für die Bevölkerung verbessert, wasserbedingte Erkrankungen reduziert, die Wasserressourcen stärker geschützt und die Arbeitsbelastung für Frauen bei der Haushaltsversorgung verringert werden.

Bildung
Der DED baut sein landesweites Engagement in staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen der Berufsausbildung weiter aus. Zielsetzung ist eine Qualitätsverbesserung und Diversifizierung der formalen Ausbildung sowie eine stärker bedarfsorientierte, nicht-formale Fortbildung für Mitarbeiter kleiner und mittlerer Unternehmen. Die Einstellungschancen der Absolventen auf dem nationalen und internationalen Arbeitsmarkt werden sich dadurch erhöhen und die bessere Ausbildung der Fachkräfte wird sich positiv auf die Qualität der Produkte und Dienstleistungen auswirken. Dies erhöht die Konkurrenzfähigkeit jemenitischer Betriebe. Der ebenfalls stattfindende Ausbau beruflicher Bildungsmöglichkeiten für Frauen stärkt deren gesellschaftliche Gleichberechtigung und Beschäftigungschancen.

Engagement außerhalb der Schwerpunkte

Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
Die deutsche staatliche Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf die Förderung von Mikrofinanz-Institutionen. Abgestimmt dazu berät der DED jemenitische Nichtregierungsorganisationen in der Kreditvergabe und KKMU-Förderung mit Fokus auf Unternehmerinnen.

Gesundheit
Der DED kooperiert mit der GTZ und der KfW Entwicklungsbank im Yemeni-German-Reproductive Health Program, um die Gesundheitsstationen bei der Verbesserung der Qualität der Basisgesundheits­versorgung zu unterstützen und die Gesundheitsversorgung insbesondere von Müttern und Kindern zu verbessern,   was die Mütter- und Kindersterblichkeit verringert. Die Verbesserung der Kenntnisse Jugendlicher zu Fragen der Sexualität, der Verhütung und der reproduktiven Medizin zielt auf eine bessere Informiertheit der Bevölkerung, die intensivere Nutzung angebotener Dienste und damit auf eine Eindämmung des Bevölkerungswachstums.

Weitere Informationen finden Sie auf der landeskundlichen Informationsseite Jemen.

Kontakt

Regionalgruppe Nahost, Zentralasien
E-Mail: R5@ded.de

Weitere Informationen:

Nahost, Zentralasien

Landesbüro.

German Development Service
P.O. Box 92
Sanaa
Jemen
E-Mail: yem@ded.de

Webseite des DED im Jemen.

http://jemen.ded.de

Projektvideos.

Kurzfilme über die Arbeit des DED im Jemen:

Deutsch, Englisch, Arabisch

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