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Indonesien .  

Kartenausschnitt Indonesien

Rahmenbedingungen

Politisch ist Indonesien immer noch geprägt vom Umbruch nach der Überwindung des Suharto-Regimes im Jahr 1998. Im Mittelpunkt des politischen Wandels steht die weitgehende Dezentralisierung, die Chance und Risiko zugleich ist. Die politischen Erneuerungen sorgen für günstigere Rahmenbedingungen für die Entwicklungszusammenarbeit, aber Rechtsunsicherheit, schlechtes Investitionsklima, Reformstau und Korruption sind allgegenwärtig. Das für die Region moderate Wirtschaftswachstum von 6,5 Prozent im Jahr 2007 ist auf die wirtschaftspolitischen Defizite zurückzuführen. Etwa 46 Prozent der Einwohner Indonesiens leben unter der Armutsgrenze von zwei US-Dollar pro Tag. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung bleiben gravierende Probleme. Die Vogelgrippe und außergewöhnliche Trockenheit haben sich negativ auf die Agrarproduktion ausgewirkt. 2006 musste Indonesien zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder Reis einführen. Auf der anderen Seite stellen Ressourcenreichtum und Reformbereitschaft Potenziale dar, die Indonesiens weiteren wirtschaftlichen Aufschwung ermöglichen.

Die Schlichtung regionaler Konflikte, die Fortführung der Verwaltungsreform und ein stabiles Wirtschaftswachstum haben für die Regierung weiterhin Priorität. Insbesondere seit der Weltklimakonferenz 2007 in Bali verstärken Indonesien und die bi- und multilaterale Gebergemeinschaft ihr Engagement im Klimaschutzbereich, in dem Waldwirtschaft einen besonderen Stellenwert einnimmt. Die indonesische Regierung setzt weiterhin auf eine massive Stärkung des Berufsbildungsbereiches.

Schwerpunktbereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Indonesien wird als Ankerland eingestuft und gehört zu den ältesten und wichtigsten entwicklungspolitischen Partnern Deutschlands. Der deutsche EZ-Beitrag konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:

  • Klimawandel
  • Privatsektorentwicklung 
  • Gute Regierungsführung/Dezentralisierung

Die Provinzen Nusa Tenggara Ost und West (Kleine Sundainseln), die am unteren Ende der nationalen Einkommensskala stehen, sowie Zentraljava und Yogyakarta sind die Schwerpunktregionen der deutschen EZ. Mit dem neuen Schwerpunkt Klimawandel erfolgt eine Ausweitung nach Kalimantan, eventuell sogar in andere Regionen.

Ende 2008 wurden die Wiederaufbauprojekte in der Region Aceh und auf der Insel Nias abgeschlossen.

Engagement des DED

Seit Anfang 2006 leistet der DED in den Regionen Nusa Tenggara Ost und West sowie Zentraljava einen Beitrag zur deutschen EZ. Der Fokus liegt auf den Schwerpunkten Gute Regierungsführung / Dezentralisierung und Privatsektorentwicklung.

Klimawandel
Der DED strebt im neuen Schwerpunkt „Klimawandel“ die Zusammenarbeit mit GTZ und KfW Entwicklungsbank an und wird sich inhaltlich vor allem im Forstbereich zu Themen wie Wald- und Biodiversitätserhalt, Kapazitätsbildung in Lokalverwaltungen (z.B. Landnutzungsplanung und Geographische Informationssysteme) und bei Nutzergruppen sowie in der Umweltbildung engagieren. Im Fokus des DED-Beitrags steht die Beratung ausgewählter Provinz- und Distriktbehörden zur Erstellung und Umsetzung von Landnutzungs- und Forstmanagementplänen sowie deren Vermittlung an Landnutzer. Darüber hinaus werden die Schutzgebietsverwaltungen in ihrer Management- und Fachkompetenz gestärkt.

Privatsektorentwicklung
Ziel der Zusammenarbeit in diesem Schwerpunkt ist, wirtschaftliches Wachstum breitenwirksam zu verankern. Dabei sind die Förderung eines leistungsfähigen Mittelstandes und die Verbesserung der beruflichen Bildung vorrangige Themenbereiche. Im Fokus steht die regionale und kommunale Wirtschaftsförderung (z.B. über den Aufbau bzw. die Förderung von Wertschöpfungsketten) in Kooperation mit der GTZ. Der DED leistet hier Beiträge in den Bereichen Förderung von Klein- und mittelständische Unternehmen.

Das Engagement des DED zur Verbesserung der Rahmenbedingungen in der beruflichen Bildung in Kooperation mit GTZ und KfW Entwicklungsbank startet im Jahr 2009. 

Gute Regierungsführung/Dezentralisierung
Durch die Stärkung von Provinz- und Distriktregierungen sowie von Institutionen der Zivilgesellschaft im Prozess der Dezentralisierung und des Capacity Building für Good Local Governance wird eine stabile politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung gefördert, die zu einer nachhaltigen Armutsminderung beiträgt. Der DED leistet seinen Beitrag zusammen mit Kooperationspartnern.  

Weitere Information finden Sie auf der landeskundlichen Informationsseite Indonesien.

Stand: Februar 2009

Kontakt

Regionalgruppe Asien
E-Mail: asien@ded.de

Weitere Informationen:

Asien

Landesbüros.

German Development Service
Menara BCA, Grand Indonesia, 46th Floor
Jalan Thamrin 1
Jakarta 10310
Indonesia
E-Mail: idn@ded.de

Webseite des DED in Indonesien.

http://indonesien.ded.de/

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