Botsuana .

Rahmenbedingungen
Aufgrund seiner politischen Stabilität, einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung und der stetigen Verbesserung der Lebensbedingungen wird Botsuana oft als ein „Musterland“ Afrikas bezeichnet. Die Staatseinnahmen aus den reichhaltigen Diamantenminen und dem Tourismus werden überwiegend in die Entwicklung des Landes investiert.
Trotz des ständig steigenden Bruttoinlandsproduktes und der relativ schnellen, vom Reichtum an Bodenschätzen begünstigten Entwicklung des Landes sind die Einkommensunterschiede immens. Gut qualifizierte Beschäftigte in der Verwaltung und der Privatwirtschaft mit hohen Gehältern stehen Arbeitslosen und mangelhaft Qualifizierten ohne nennenswerte Einkünfte gegenüber. Die relativ weit verbreitete Armut ist vor allem auf die Abhängigkeit der Wirtschaft von nur wenigen Sektoren, wie dem Bergbau, insbesondere Diamantenabbau, und dem Tourismus, zurückzuführen. Es ist davon auszugehen, dass sich die Auswirkungen der internationalen Bankenkrise und vor allem der Einbruch an der Diamantenbörse deutlich auf die wirtschaftlichen Indikatoren Botsuanas auswirken werden. Durch die hohe AIDS-Rate und die damit verbundene hohe Sterblichkeit ist die weitere wirtschaftliche Entwicklung Botsuanas ebenfalls gefährdet.
Durch die Einordnung Botsuanas als Middle Income Country haben sich die meisten Geber zurückgezogen. Die deutsche bilaterale Entwicklungszusammenarbeit findet ausschließlich durch die von der botsuanischen Regierung teilfinanzierte Entsendung von DED-Entwicklungshelfern statt.
Engagement des DED
Im Sektor der beruflichen und weiterführenden Bildung stärkt der DED das Bildungsministerium in verschiedenen fachlichen Bereichen und in staatlichen Berufsbildungszentren. Der DED unterstützt das Erziehungsministerium bei der Einführung des neuen Berufsbildungssystems „Botswana Technical Education Program“ (BTEP) durch die Erstellung von Curricula und Ausbildung der Fachlehrer in mehreren Fachbereichen. Ziel ist es, Absolventen eine verbesserte und am Arbeitsmarkt angepasste Qualifikation anzubieten.
Darüber hinaus unterstützt der DED das halbstaatliche Tertiary Education Council (TEC) dabei, die weiterführenden Bildungseinrichtungen zu analysieren, zu bewerten und zu verbessern.
Im Gebiet der Verkehrssicherheit beraten drei DED-Fachkräfte das Transportministerium in den Bereichen Verkehrsplanung und Fahrzeugüberwachung.
Im Umwelt- und Ressourcenmanagement berät der DED das botsuanische Umweltministerium in den Bereichen Schutz natürlicher Ressourcen und Anbau sowie Vermarktung von Medizinalpflanzen. Ziel des Beitrags ist die verantwortliche Nutzung der natürlichen Ressourcen.
HIV/AIDS-Bekämpfung
Auf Wunsch der botsuanischen Regierung, des BMZ und der Deutschen Botschaft arbeitet der DED in Ergänzung zu den teilfinanzierten Engagements in der HIV- und AIDS-Bekämpfung. Dadurch soll der dezentrale Ansatz zum Mainstreaming von HIV bei Partnerorganisationen weiter verstärkt werden.
„weltwärts mit dem DED“
Es ist geplant, das Entsendeprogramm „weltwärts mit dem DED “ auch in Botsuana einzuführen.
Weitere Informationen finden Sie auf der landeskundlichen Informationsseite Botsuana.
Kontakt
Regionalgruppe Ost- und Südliches AfrikaE-Mail: suedostafrika@ded.de
Weitere Informationen:
Östliches und Südliches Afrika
Landesbüro.
German Development Service
P.O. Box 202
Gaborone
Botsuana
E-Mail: bwa@ded.de

