Lesotho .

Rahmenbedingungen
Lesotho zählt zu den 50 Ländern mit dem niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen und weist mit über 23 Prozent eine der höchsten HIV-Raten der Welt auf. Etwa 58 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze, wobei die Armut in den ländlichen Gebirgsgegenden am größten ist.
Die „Lesotho Vision 2020 “ bestimmt die Leitlinien der Politik des Landes. Das Dokument enthält Kernaussagen zur Armutsminderung, Dezentralisierung und Beteiligung der Bevölkerung an der Gestaltung des Entwicklungsprozesses des Landes. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit trägt direkt zur Umsetzung dieser Strategien und Programme bei.
Schwerpunktbereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
Der Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Lesotho liegt in der Dezentralisierung und Kommunalentwicklung. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit engagiert sich fast ausschließlich im Süden des Landes, in den Distrikten Mafeteng, Mohale’s Hoek, Quthing und Quacha’s Nek. Dort lebt etwa ein Drittel der Bevölkerung (650.000 Menschen) .
Lesotho steht nicht mehr auf der Länderliste des BMZ. Aus Gründen der Nachhaltigkeit haben sich DED kann das GTZ/ DED Kooperationsvorhaben fortgeführt und bis 2014 beendet werden.
Engagement des DED
Der DED in Lesotho beteiligt sich in dem genannten Schwerpunktbereich sowie im Querschnittsthema HIV/AIDS-Prävention.
Dezentralisierung/Kommunalentwicklung
Der Beitrag des DED in Lesotho konzentriert sich ausschließlich auf das „Decentralized Rural Development Program“. DED-Fachkräfte unterstützen die Distriktverwaltungen, z.B. in der Umsetzung der Prioritäten des für die Distrikte zuständigen Ministeriums (Landnutzungsplanung, Straßenplanung, Trinkwasserversorgung, Nutzung natürlicher Ressourcen, Stadtplanung).
Die Strategie des Programms umfasst drei Handlungsfelder:
- Unterstützung im Planungsbereich der neu geschaffenen Gemeinderäte und Distriktverwaltungen;
- Unterstützung bei der Planungsumsetzung als wesentlichem Impulsgeber für lokale Entwicklung;
- Unterstützung der Zivilgesellschaft bei der demokratischen Beteiligung an lokal- und regionalpolitischen Entwicklungsprozessen.
Die DED Komponente des Gesamtprogramms umfasst fünf Ziele mit den Indikatoren:
- Mehr als 75 Prozent der kommunalen Selbstverwaltungen in allen vier Distrikten fördern die Umsetzung lokaler, von den Gemeinderäten unter Einbeziehung der Bevölkerung geplanter Entwicklungsmaßnahmen durch private und öffentliche Dienstleister.
- Mehr als 75 Prozent der kommunalen Selbstverwaltungen haben integrierte Maßnahmen zur Bekämpfung von HIV/AIDS initiiert.
- Mehr als 75 Prozent der kommunalen Selbstverwaltungen führen Monitoring und Evaluierung der Implementierung der lokalen Entwicklungsmaßnahmen auf der Basis ihrer Aktionspläne mit Unterstützung ihrer Angestellten aus.
- Über 25 Prozent der kommunalen Selbstverwaltungen und der traditionellen Autoritäten nehmen ihre Funktionen in Bezug auf Landmanagement (Vergabe von Landnutzungsrechten, Landadministration, Landnutzungsplanung etc.) entsprechend den gesetzlichen Vorgaben wahr.
- Mindestens drei lokale Selbstverwaltungen in mindestens drei Distrikten unterstützen Maßnahmen zur nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen auf der Basis eines integrierten Watershed Management Ansatzes.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten zur Länder- und Reiseinformationen des Auswärtigen Amtes zu Lesotho.
Kontakt
Regionalgruppe Ost- und Südliches AfrikaE-Mail: suedostafrika@ded.de
Weitere Informationen:
Östliches und Südliches Afrika
Landesbüro.
German Development Service
P.O. Box 1172
Maseru 100
Lesotho
E-Mail: lso@ded.de
Webseite des DED in Lesotho.
Weitere Informationen.
The Lesotho Government Portal
Offizielle Seite der Regierung von Lesotho
Transformation Resource Centre
Menschenrechtsorganisation in Lesotho; bietet auf ihrer Website umfangreiche Landesinformationen mit rund 100 Bildern aus allen Landesteilen.

