Malawi .

Rahmenbedingungen
Wesentliche Ursachen der Armut in Malawi sind die extreme Ungleichverteilung von Einkommen, mangelnde Gesundheitsversorgung und eine hohe Rate an HIV-Infizierten und AIDS-Kranken, das hohe Bevölkerungswachstum, Landknappheit, schlechter Bildungsstand und eine nur rudimentäre Wirtschaftsentwicklung.
Politisch ist Malawi vergleichsweise stabil, obwohl die noch junge Demokratie durch Regelverstöße, Pfründesystem und Klientelbeziehungen belastet ist. Die Regierung unter Präsident Dr. Bingu wa Mutharika hat weiterhin keine Mehrheit im Parlament. Bis heute haben die ursprünglich für 2005 vorgesehenen Kommunalwahlen nicht stattgefunden und der Dezentralisierungsprozess ist ins Stocken geraten. Die Regierungspolitik ist dennoch entwicklungsorientiert, zumal der Staatshaushalt zu einem großen Anteil geberfinanziert ist. Die Zivilgesellschaft zeigt deutliches Interesse an einer Veränderung ihrer eigenen Situation.
Schwerpunktbereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
Die deutsche EZ engagiert sich in diesem Rahmen in den drei Schwerpunkten:
- Demokratische Dezentralisierung
- Gesundheit
- Bildung/Grundbildung
Engagement des DED
Der Gesamtbeitrag des DED in Malawi hat als Ziel die Armutsbekämpfung. Gezielte Stärkung fachlicher Kompetenz bei staatlichen und nicht-staatlichen Partnern, insbesondere auf Regional- und Distriktebene, soll in diese Richtung wirken. Der DED leistet damit seinen spezifischen Beitrag auf lokaler und regionaler Ebene.
Demokratische Dezentralisierung
In Kooperation mit der GTZ fördert der DED Distriktverwaltungen bei der partizipativen Erstellung von Entwicklungsplänen und stärkt die Zivilgesellschaft bei ihrer Einflussnahme auf demokratische Prozesse, insbesondere ihrer Teilhabe an lokalen und nationalen Planungsprozessen.
Gesundheit
Um das nationale Gesundheitssystem und seine Dienstleistungen insbesondere für benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu verbessern, beraten DED-Fachkräfte Teams der dezentralen Zonal Health Support Offices (ZHSO) in ihrer Unterstützungsfunktion für die Distrikt-Gesundheitseinrichtungen. Zusätzlich wird in Kooperation mit InWEnt ein arbeitsplatzbezogenes AIDS-Präventionsprogramm für private Unternehmen und öffentliche Verwaltungseinrichtungen (AWiSA) gefördert.
Eine HIV/AIDS-Querschnittsberaterin berät die Partnerorganisationen des DED und seine Fachkräfte.
Bildung /Grundbildung
Zur Verbesserung der landesweiten Ausbildung von Lehrkräften für den Primarschulbereich berät der DED das Management staatlicher Teacher Training Colleges (TTC), um die Leistungsfähigkeit dieser Institutionen im Prozess fortschreitender Dezentralisierung zu erhöhen. Der Bereich Bildung und weitere Einzelprogramme von InWEnt werden gemäß Kooperationsvereinbarung in Malawi durch den DED vertreten und betreut.
Beitrag außerhalb der Schwerpunkte
weltwärts mit dem DED
Malawi ist eines der Pilotländer für den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des BMZ. Schon zu Beginn im Jahr 2008 wurden dem DED von malawischen Partnern aus den Bereichen Bildung, Kultur, Soziales und ländliche Entwicklung weit über 20 Einsatzplätze angeboten.
Kooperation mit internationalen Organisationen
Eine Fachkraft des DED arbeitet in Kooperation mit der Weltbank im Bereich ländliche Bewässerung und eine weitere Fachkraft in Kooperation mit UNV für das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) im Bereich Förderung der Zivilgesellschaft.
Weitere Informationen finden Sie auf der landeskundlichen Informationsseite Malawi.
Stand: März 2009
Kontakt
Regionalgruppe Ost- und Südliches AfrikaE-Mail: suedostafrika@ded.de
Weitere Informationen:
Östliches und Südliches Afrika
Landesbüro.
German Development Service c/o GTZ
P/ Bag B 470
Lilongwe 3
Malawi
E-Mail: mwi@ded.de
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