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Malawi .  

Kartenausschnitt Malawi

Rahmenbedingungen

Malawi gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Wesentliche Ursachen der Armut sind die extreme Ungleichverteilung von Einkommen, mangelnde Gesundheitsversorgung und eine hohe Rate an HIV-Infizierten und AIDS-Kranken, hohes Bevölkerungswachstum und Landknappheit, schlechter Bildungsstand und eine nur rudimentäre Wirtschaftsentwicklung.

Politisch ist Malawi vergleichsweise stabil. Die Regierung unter Präsident Dr. Bingu wa Mutharika wurde am 19. Mai 2009 wiedergewählt und hat die Mehrheit im Parlament erhalten.

Die Regierung verfolgt eine entwicklungsorientierte Politik. Bildung, Gesundheit, Nahrungssicherheit im Rahmen guter Regierungsführung stehen im Zentrum. Generell sind die Schwerpunkte der Strategie breitenwirksames Wachstum, soziale Entwicklung, Infrastruktur und Good Governance . Die Fortschritte bei der Mehrheit der Millennium Development Goals (MDGs) sind gut. Bei den Zielen zur Geschlechter-Gleichstellung, Müttergesundheit und Umweltschutz besteht allerdings die Befürchtung, diese 2015 deutlich zu verfehlen.

In den vergangenen Jahren hat die Regierung insgesamt große Fiskaldisziplin bewiesen, Ziele zu Schuldenrückzahlungen erreicht und auch in schwierigen Haushaltssituationen nicht auf das Mittel der Schuldenaufnahme zurückgegriffen. Für diese Politik erfährt der Präsident von den Gebern breite Anerkennung.

Die Zivilgesellschaft zeigt deutliches Interesse an einer Veränderung ihrer eigenen Situation und beteiligt sich mit Unterstützung internationaler Geber an der Gestaltung von Rahmenbedingungen und im Politikdialog.

Schwerpunktbereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit engagiert sich in den drei Schwerpunkten

  • Demokratische Dezentralisierung
  • Gesundheit
  • Bildung/Grundbildung.

Engagement des DED

Ziel des Gesamtbeitrages des DED in Malawi ist die Armutsbekämpfung. Der DED ist in allen drei Schwerpunktbereichen tätig und leistet seinen Beitrag zur Zielerreichung und Umsetzung der Strategien der deutschen Entwicklungszusammenarbeit durch gezielte Stärkung fachlicher Kompetenz bei staatlichen und nichtstaatlichen Partnern, insbesondere auf Regional- und Distriktebene.

Demokratische Dezentralisierung
Mit seinem Beitrag unterstützt der DED Stadt- und Distriktverwaltungen bei der partizipativen Erstellung von Entwicklungsplänen und stärkt mit jeweils eigenständigen Entwicklungsmaßnahmen die Zivilgesellschaft bei ihrer Einflussnahme auf demokratische Prozesse, insbesondere ihrer Teilhabe an lokalen und nationalen Planungsprozessen. In Kooperation mit der GTZ baut der DED seinen Beitrag systematisch und breitenwirksam aus.

Gesundheit
Um das nationale Gesundheitssystem und seine Dienstleistungen insbesondere für benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu verbessern, fokussieren die Entwicklungsmaßnahmen des DED auf die Sicherstellung einer effektiven und effizienten Basisgesundheitsversorgung durch Stärkung des Gesundheitspersonals auf regionaler und Distriktebene. Der DED berät alle Teams der dezentralen Zonal Health Support Offices (ZHSO) in ihrer Unterstützungsfunktion für die Distrikt-Gesundheitseinrichtungen.

Zusätzlich wird in Kooperation mit InWEnt ein arbeitsplatzbezogenes AIDS-Präventionsprogramm für private Unternehmen und öffentliche Verwaltungseinrichtungen (AWiSA) gefördert.

Eine Querschnittsberaterin HIV/AIDS berät die Partnerorganisationen des DED und seine Fachkräfte.

Bildung /Grundbildung
Zur Verbesserung der landesweiten Ausbildung von Lehrkräften für den Primarschulbereich berät der DED das Management staatlicher Teacher Training Colleges (TTC), um die Leistungsfähigkeit dieser Institutionen im Prozess fortschreitender Dezentralisierung zu erhöhen.

Die Arbeit des DED ergänzt und fördert die Programme von Technischer und Finanzieller Zusammenarbeit im Bildungsbereich.

Der Bereich Bildung und weitere Einzelprogramme von InWEnt werden im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung durch den DED-Malawi vertreten und betreut.

Beitrag außerhalb der Schwerpunkte

Public Private Partnership (PPP)
Eine Fachkraft des DED arbeitet seit Juli 2009 mit dem African Institute for Corporate Citizenship (AICC) zur Förderung der sozialen und ethischen Verantwortung von Unternehmen zusammen, insbesondere mit dem Ziel der Korruptionsbekämpfung.

Kooperation mit der Weltbank
Eine Fachkraft des DED arbeitet in Kooperation mit der Weltbank im Bereich ländlicher Bewässerung (Irrigation).

"weltwärts mit dem DED"
Malawi ist eines der Pilotländer für den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des BMZ. Schon zu Beginn im Jahr 2008 wurden dem DED von malawischen Partnern aus den Bereichen Bildung, Kultur, Soziales und ländliche Entwicklung weit über 20 Einsatzplätze angeboten, wovon 18 besetzt werden konnten. Für 2011 ist vom DED die Vermittlung und Betreuung von 45 Einsatzplätzen, in denen die Freiwilligen Erfahrungen sammeln und interkulturelle Kompetenz und Qualifikationen für ihre berufliche Orientierung erwerben können, vorgesehen.

Weitere Informationen finden Sie auf der landeskundlichen Informationsseite Malawi.

Kontakt

Regionalgruppe Ost- und Südliches Afrika
E-Mail: suedostafrika@ded.de

Weitere Informationen:

Östliches und Südliches Afrika

Landesbüro.

German Development Service c/o GTZ
P/ Bag B 470
Lilongwe 3
Malawi
E-Mail: mwi@ded.de

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