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Mosambik .  

Kartenausschnitt Mosambik

Rahmenbedingungen

Mosambik ist eines der ärmsten Länder der Welt mit einer besonders hohen HIV/AIDS-Rate. Zu den größten Problemen des Landes zählen Armut, der fehlende Zugang der Bevölkerung zu Schulen und Gesundheitsdiensten, geringe Produktivität der Landwirtschaft, die kleine Anzahl leistungsfähiger Privatunternehmen und das Fehlen marktwirtschaftlicher Strukturen. Aufgrund bisher noch schwach ausgeprägter dezentraler Strukturen bieten sich der Bevölkerung bislang nur geringe Partizipationsmöglichkeiten. Frauen sind aufgrund des traditionellen Land- und Familienrechts sowie ihrer geringen Beteiligung an Entscheidungsprozessen besonders benachteiligt.

Die großen Potenziale des Landes liegen in fruchtbarem Land, umfangreichen Bodenschätzen, Wasserkraftressourcen und im Tourismus. Eindrucksvolle stetige Wachstumsraten von ca. 7-8 Prozent gehen jedoch mit einer ungleichmäßigen Einkommensverteilung einher. Rund 90 Prozent der Armen sind in der Subsistenzlandwirtschaft beschäftigt. Seit Ende der 90er Jahre ist die Armutsbekämpfung das oberste Ziel der mosambikanischen Regierung. Erste Fortschritte bei der Erreichung der Millenium Development Goals (MDG) zeichnen sich in den Bereichen Senkung der Kindersterblichkeit und Bekämpfung des Hungers sowie der Armut ab.

Schwerpunktbereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Die Entwicklungsmaßnahmen konzentrieren sich geografisch auf die drei Provinzen Manica, Sofala und Inhambane. Thematisch gibt es drei Schwerpunktbereiche:

  • Grund- und Berufsbildung
  • Dezentralisierung für Ländliche Entwicklung
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Ergänzt werden diese durch die Querschnittsthemen Bekämpfung von HIV/AIDS und Gleichstellung der Geschlechter.

Als langfristige, weitergehende Wirkung wird durch die Schwerpunktsetzung ein Beitrag zur nachhaltigen Armutsbekämpfung erwartet.

Engagement des DED

Der DED engagiert sich in den beiden Schwerpunktbereichen Dezentralisierung für Ländliche Entwicklung und Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung sowie im Querschnittsbereich Bekämpfung von HIV/AIDS.

Dezentralisierung für Ländliche Entwicklung
Das Engagement des DED zielt darauf ab, einen Beitrag zur Entwicklung von partizipativen Systemen der Stadtplanung in städtischen Gemeinden und Distrikten sowie zur Erarbeitung und Verbreitung von Wartungssystemen für lokale Infrastruktur zu leisten. Komplementär zu den Bemühungen der GTZ auf nationaler Ebene konzentriert sich der DED auf die Distrikt- und Gemeinde-/Stadtverwaltungsebene zur Etablierung von bürgernahen und demokratischen Verwaltungsstrukturen. Der DED engagiert sich insbesondere in der Stärkung der Zivilgesellschaft und fördert lokale Nichtregierungsorganisationen (NRO), die in die Lage versetzt werden, im Kontext eines nationalen Programms zur Dezentralisierung der Verwaltungsstrukturen ihre Lobby- und Vertretungsfunktion der Zivilgesellschaft kompetent wahrzunehmen. Die Umsetzung erfolgt insbesondere über die Vermittlung von Kenntnissen demokratischer Prozesse. Auf diese Weise wird die Repräsentation der Bedürfnisse der Bevölkerung in Planungs- und Entwicklungsprozessen sichergestellt. Zukünftig werden in diesem Kontext neben der Erstellung strategischer Distrikt- und Stadtentwicklungspläne und der Beratung bei der dezentralen Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen auch Personal- und Finanzmanagement im Vordergrund stehen.

Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
Der DED berät in Abstimmung mit GTZ und KfW regionale Verbände und städtische Gemeinden beim Aufbau förderlicher Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliche Initiativen. Eine besondere Rolle spielen die Zusammenarbeit mit innovativen basisnahen Finanzdienstleistern und armutsorientierten ländlichen Spar- und Kreditvereinen. Es wird weiterhin ein Beitrag zur Steigerung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der mosambikanischen Klein- und Kleinstunternehmen geleistet. Beratungsleistungen zur Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliches Engagement werden vom DED hauptsächlich in ländlichen Gebieten bereitgestellt. Dialogstrukturen zwischen kommunalen Entscheidungsträgern und Vertretern des privaten Sektors werden etabliert und genutzt. Der DED arbeitet damit komplementär zu den anderen, eher auf nationaler Ebene tätigen, Organisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

Beitrag außerhalb der Schwerpunkte

Die Prävention von HIV/AIDS ist eine Querschnittsaufgabe. Der DED unterstützt in einem gemeinsam mit der GTZ konzipierten und durchgeführten Programm die nationale Strategie zur HIV/AIDS-Bekämpfung durch Beratung des Nationalen AIDS-Rates im Bereich Kommunikation auf nationaler Ebene und in den Schwerpunktprovinzen.

Der DED fördert in einem innovativen Ansatz in Zusammenarbeit mit einem mosambikanischen Verband von Rückkehrern (Mosambikaner, die in der DDR studiert und gearbeitet haben), der Deutschen Botschaft und dem Goethe-Institut den interkulturellen Dialog.


Weitere Informationen finden sie auf der landeskundlichen Informationsseite Mosambik.

Kontakt

Regionalgruppe Ost- und Südliches Afrika
E-Mail: suedostafrika@ded.de

Weitere Informationen:

Östliches und Südliches Afrika

Landesbüro.

Serviço Alemão de Cooperação Técnica e Social
C.P. 1480
Maputo
Mosambik
E-Mail: moz@ded.de

Webseite des DED in Mosambik.

http://mosambik.ded.de

http://mozambique.ded.de

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