Sambia .

Rahmenbedingungen
Sambia befindet sich durch den Aufschwung des Kupferbergbaus in einer Phase des Wirtschaftswachstums. Dies führt zu zunehmender Beschäftigung, aber auch zu Verteilungskämpfen, zu einer Überbewertung der Währung und zu einem steigenden Gefälle zwischen Stadt und Land. Auf dem Land leben etwa 80 Prozent der Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Sambia ist dünn besiedelt; 40 Prozent der etwa 12 Millionen Einwohner leben in den Städten.
Sambia ist eine stabile präsidiale Demokratie. Trotz aller Machtfülle des Präsidenten sind die politischen Grundrechte größtenteils garantiert. Nach dem Tod von Präsident Mwanawasa im August 2008 fanden am 30. Oktober 2008 Wahlen statt, aus denen der bisherige Vizepräsident Rupiah Banda als Sieger hervorging.
Obwohl der Dezentralisierungsprozess ins Stocken geraten ist, handelt der sambische Staat entwicklungsorientiert. Der durch Geber finanzierte Anteil des Staatshaushalts ist auf unter 20 Prozent gefallen, was an den gestiegenen Weltmarktpreisen für Kupfer und den daraus erwachsenen Einnahmen für den sambischen Staat liegt.
Schwerpunktbereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
Die deutsche EZ konzentriert sich auf zwei Schwerpunkte:
- Wasser
- Dezentralisierung
Des Weiteren engagiert sich die deutsche EZ im Bereich Gute Regierungsführung, Staat und Zivilgesellschaft, um die Bildung landesweiter, langfristig selbsttragender Strukturen zu unterstützen.
Engagement des DED
Der DED in Sambia ist in allen drei genannten Bereichen tätig. Etwa die Hälfte der DED-Fachkräfte arbeiten in Kooperationsvorhaben.
Wasser
Die deutsch-sambische EZ will den Zugang armer und extrem armer Bevölkerungsgruppen zu sauberem Trinkwasser und zu einer angemessenen Abwasserentsorgung ermöglichen und damit ihre Lebenssituation nachhaltig verbessern. Der DED arbeitet gegenwärtig mit drei städtischen Wasserversorgern (in Kooperation mit GTZ und KfW Entwicklungsbank) bei der nachhaltigen Einführung der städtischen und Stadtrandversorgung zusammen. Die deutsche EZ hat zusammen mit Dänemark die führende Geberrolle übernommen.
Dezentralisierung
Die deutsche EZ fördert die Bildung effizienter dezentraler Institutionen, einschließlich gut funktionierender kommunaler Selbstverwaltungen und aufgabengerechter Finanzzuteilung. Das führt zu verbesserten Dienstleistungen und Infrastrukturen bei verstärkter demokratischer Beteiligung der Bevölkerung. Wegen seiner Erfahrungen auf der lokalen und regionalen Ebene konzentriert sich der DED auf die Stärkung der dezentralen Verwaltungen, vor allem im Planungs- und Finanzbereich, auf den Dialog des öffentlichen mit dem Privatsektor und die Unterstützung der Local Government Association of Zambia (im Verbund mit der GTZ).
Der DED fördert zunehmend innovative Konzepte wie die stark nachgefragte Unterstützung von Planungen mit modernem GIS-Instrumentarium und Beratungsansätze wie beim Elephant Pepper Trust zur Reduzierung von Landnutzungskonflikten.
Gestaltungsspielraum: Gute Regierungsführung, Staat und Zivilgesellschaft
Die deutsche EZ unterstützt die Reformprozesse sowohl in der Politikberatung der zentralen staatlichen Ebene als auch zum Engagement zivilgesellschaftlicher Institutionen. Ziele sind dabei erklärte Transparenz, stärkere Verantwortlichkeit sowie die Beteiligung breiter Bevölkerungsschichten. Die sambische Zivilgesellschaft spielt eine zunehmend wichtige Rolle bei der Umsetzung der nationalen Strategie zur Armutsreduzierung. Der DED fokussiert in Kooperation mit der GTZ einerseits auf die Beratung des zivilgesellschaftlichen Netzwerks CSPR in seinen dezentralen Organisationsansätzen auf Provinzebene und dessen Zusammenwirken mit staatlichen Institutionen sowie andererseits auf die Unterstützung themenübergreifender Beratungseinrichtungen für zivilgesellschaftliche Organisationen.
Beitrag außerhalb der Schwerpunkte
Eine DED-Entwicklungshelferin koordiniert seit 2008 die HIV/AIDS-Mainstreaming-Aktivitäten in den Programmen der gesamten deutschen EZ. Eine DED-Fachkraft berät im Rahmen der Vorhaben zu Maßnahmen zum Schutz vor HIV-Infektionen und zur Minderung der AIDS-Folgen. Zusätzlich wird in Kooperation mit InWEnt das HIV/AIDS-Präventionsprogramm AWiSA für Beschäftigte von Unternehmen und Verwaltungen unterstützt.
Zwei DED-Fachkräfte mit regionaler Aufgabenstellung für Monitoring- und Evaluierungsprozesse und Ressourcenmanagement arbeiten im Büro der Weltbank in der sambischen Hauptstadt Lusaka.
weltwärts mit dem DED
Der DED entsendet etwa 20 weltwärts-Freiwillige nach Sambia.
Weitere Informationen finden Sie auf der landeskundlichen Informationsseite Sambia.
Stand: März 2009
Kontakt
Regionalgruppe Ost- und Südliches AfrikaE-Mail: suedostafrika@ded.de
Weitere Informationen:
Östliches und Südliches Afrika
Landesbüro.
German Development Service
P.O. Box 50301
Lusaka
Sambia
E-Mail: zmb@ded.de
Webseite des DED in Sambia.
http://sambia.ded.de
http://zambia.ded.de
Aus der Praxis.
Identität und Unterdrückung
Ein vom Deutschen Entwicklungsdienst unterstütztes Projekt der Eastern Province Women Development Association (EPWDA) beschäftigt sich mit Rollenmustern und Verhaltensnormen, die mittels traditioneller Erziehung an die nächste Generation weitergegeben werden.

