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Sambia .  

Kartenausschnitt Sambia

Rahmenbedingungen

Sambia befindet sich durch den Aufschwung des Kupferbergbaus in einer Phase des Wirtschaftswachstums, das mit 5 bis 6 Prozent in den Jahren 2005 – 2008 jedoch hinter den projizierten Erwartungen zurückblieb und seit Ende 2008 von der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise beeinflusst wird. Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Zunahme der Beschäftigung gebremst. Die Währung ist stark abhängig vom Kupferpreis und den Finanzströmen. In den letzten Jahren ist ein steigendes Gefälle zwischen Stadt und Land zu verzeichnen. Auf dem Land lebten im Jahr 2006 80 Prozent der Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Sambia ist dünn besiedelt; 40 Prozent der ca. 12 Millionen Einwohner leben in den Städten.

Sambia ist eine stabile präsidiale Demokratie. Trotz der Machtfülle des Staatspräsidenten Rupiah B. Banda sind die politischen Grundrechte größtenteils garantiert. 2011 finden wiederum Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt.

Obwohl der Dezentralisierungsprozess eher langsam vonstattengeht, handelt der sambische Staat entwicklungsorientiert und hat die fortgeschriebene Armutsreduzierungssstrategie unter Beteiligung der Zivilgesellschaft als „Fifth National Development Plan“ (FNDP) 2006 – 2010 umgesetzt, der breitenwirksames Wachstum, Armutsbekämpfung und Nachhaltigkeit budgetwirksam in den Mittelpunkt stellte. Dennoch wird voraussichtlich nur ein Teil der Millenium Development Goals (MDG) erreicht werden. Sambia ist Pilotland der Geberharmonisierung.

Schwerpunktbereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Die deutsch-sambische bilaterale Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf die Schwerpunkte

  • Wasser
  • Dezentralisierung.

Des Weiteren engagiert sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit im Gestaltungsspielraum Gute Regierungsführung, Staat und Zivilgesellschaft, um die Bildung landesweiter, langfristig selbsttragender Strukturen zu unterstützen.

Engagement des DED

Der DED in Sambia ist in allen drei genannten Bereichen tätig und bringt seinen Beitrag zur Zielerreichung bei der Umsetzung der Strategien insbesondere auf regionaler und Distriktebene ein. Über die Hälfte der DED-Fachkräfte ist in Kooperationsvorhaben tätig.

Wasser
Die deutsch-sambische Entwicklungszusammenarbeit will den Zugang armer und extrem armer Bevölkerungsgruppen zu sauberem Trinkwasser und zu einer angemessenen Abwasserentsorgung ermöglichen und damit ihre Lebenssituation nachhaltig verbessern.

Der DED arbeitet gegenwärtig mit drei städtischen Wasserversorgern (in Kooperation mit GTZ und KfW) bei der nachhaltigen Implementierung der städtischen und Stadtrandversorgung zusammen. Das Engagement in der ländlichen Wasserversorgung wird fortgesetzt. Bei weiterem Fortschritt in der Subsektorreform ist der Einsatz des DED in der Beratung im Wasserressourcenmanagement sinnvoll.

Dezentralisierung
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit strebt die Bildung effizienter dezentraler Institutionen, einschließlich gut funktionierender kommunaler Selbstverwaltungen und aufgabengerechter Finanzzuteilung an. Das soll zu verbesserten Dienstleistungen und Infrastrukturen bei verstärkter demokratischer Beteiligung der Bevölkerung führen. Der DED konzentriert sich auf die Stärkung der dezentralen Verwaltungen, vor allem im Planungsbereich und Informationsmanagement, auf den Dialog des öffentlichen mit dem Privatsektor und die Unterstützung der Local Government Association of Zambia (im Verbund mit der GTZ).

Der DED fördert im Sektor zunehmend innovative Konzepte wie die stark nachgefragte Unterstützung von Planungen mit modernem Geoinformationssystem-Instrumentarium, Informationsmanagement mit Information Technology, die Zusammenarbeit mit dem Privatsektor zur Verbesserung der Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung in der Südprovinz und weiteren Regionen (Kupfergürtel, Ostprovinz).

Gestaltungsspielraum: Gute Regierungsführung, Staat und Zivilgesellschaft
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die Reformprozesse sowohl in der Politikberatung der zentralen staatlichen Ebene als auch zum Engagement zivilgesellschaftlicher Organisationen und Netzwerke. Ziele sind dabei die zivilgesellschaftlich organisierte Teilhabe am nationalen Armutsbekämpfungsprozess, die zivilgesellschaftlich organisierte Kontrolle von Governance-Reformprozessen und die Stärkung der Zivilgesellschaft in der Prozess- und Rechtsberatungshilfe.

Der DED fokussiert in Kooperation mit der GTZ einerseits auf die Beratung des zivilgesellschaftlichen Netzwerks Civil Society for Poverty Reduction (CSPR). Andererseits konzentriert sich der DED auf die Unterstützung themenübergreifender Beratungseinrichtungen für zivilgesellschaftliche Organisationen und seit 2009/10 auf den Zugang zu Prozess- und Rechtsberatungshilfe.

Außerdem sollen durch Unterstützung und Beteiligung zivilgesellschaftlicher Organisationen weitere Dezentralisierungsprozesse in Sambia in Gang gesetzt werden.

Beitrag außerhalb der Schwerpunkte
Der hohen HIV-Rate wird durch ein besonderes Engagement Rechnung getragen. DED-Fachkräfte koordinieren seit 2008 die HIV/AIDS-Mainstreaming-Aktivitäten in den Programmen der gesamten deutschen Entwicklungszusammenarbeit und beraten im Rahmen der Vorhaben zu Maßnahmen zum Schutz vor HIV-Infektionen und zur Minderung der AIDS-Folgen. Zusätzlich wird in Kooperation mit InWEnt das HIV/AIDS-Präventionsprogramm AWiSA für Beschäftigte von Unternehmen und Verwaltungen unterstützt.

"weltwärts mit dem DED"
Seit 2008 wird das weltwärts-Programm für junge Freiwillige in Sambia betreut. Die ersten Einreisen von Freiwilligen erfolgten im August/September 2008. Wegen der Altersgrenze von 21 Jahren, ab der in Sambia ein Arbeitsvisum erteilt wird, konnten in der Vergangenheit nicht alle geschaffenen weltwärts-Plätze mit geeigneten Bewerbern besetzt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der landeskundlichen Informationsseite Sambia.

Kontakt

Regionalgruppe Ost- und Südliches Afrika
E-Mail: suedostafrika@ded.de

Weitere Informationen:

Östliches und Südliches Afrika

Landesbüro.

German Development Service
P.O. Box 50301
Lusaka
Sambia
E-Mail: zmb@ded.de

Webseite des DED in Sambia.

http://sambia.ded.de

http://zambia.ded.de

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