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Sudan .  

Kartenausschnitt Sudan

Rahmenbedingungen

Nach Beendigung des vierzig Jahre dauernden Bürgerkriegs mit dem Süden des Landes unterzeichneten die Konfliktparteien im Januar 2005 ein Friedensabkommen. Auf dieser Grundlage wurde Mitte 2005 eine

Regierung der Nationalen Einheit gebildet, der die semiautonome Regierung des Süd-Sudan unterstellt ist. Im April 2008 fand eine Volkszählung statt. Im Frühjahr 2010 wurde Omar Al Bashir erneut in das Präsidentenamt eingeführt.

Die Sicherheitslage in den meisten Landesteilen des Sudan ist nach wie vor angespannt. Bewaffnete Überfälle und interethnische Zusammenstöße erschweren auch weiterhin die Entwicklungszusammenarbeit und den Einsatz internationaler Organisationen. Eine Lösung für die Region Darfur zeichnet sich nicht ab – wobei die Verknüpfung mit den Konflikten im Tschad zu Spannungen zwischen den Staaten führt.

Die politischen Entwicklungen im Südsudan tendieren zur Autonomie. Für Januar 2011 ist ein Unabhängigkeitsreferendum angesetzt.

Die materiellen und psychosozialen Aufbauarbeiten werden noch lange Zeit in Anspruch nehmen. Es gilt, die dem Frieden zugewandten Reformkräfte weiterhin zu stärken, die Reintegration der Flüchtlinge voranzubringen und den Aufbau administrativer Strukturen im Süd-Sudan zu fördern. Dann wird es mit internationaler Unterstützung möglich sein, die vielfältig vorhandenen Ressourcen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu nutzen. Mit diesem Prozess muss aber auch eine Demokratisierung eingeleitet werden, die mit Achtung, Schutz und Gewährleistung der Menschenrechte, Partizipation sowie einer auf Armutsbekämpfung und Gerechtigkeit ausgerichteten Politik einhergeht.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit

Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Sudan ist es, einen Beitrag zu Frieden und nachhaltiger Entwicklung im Gesamtsudan zu leisten. Angesichts des Darfur-Konflikts und der akuten Menschenrechtsverletzungen setzt die Bundesregierung dabei auf einen regional differenzierten entwicklungspolitischen Ansatz. Dieser soll der komplexen Situation im Sudan, insbesondere den unterschiedlichen Rahmenbedingungen zwischen Nord- und Süd-Sudan, gerecht werden und die schwierige Lebenssituation der Menschen berücksichtigen.

Im Nord-Sudan leistet die Bundesregierung angesichts des Darfur-Konflikts und der akuten Menschenrechtsverletzungen Beiträge im Rahmen nichtstaatlicher Ansätze. Ziel ist es, zu einer Verbesserung der humanitären Situation besonders der armen und notleidenden Bevölkerung, insbesondere der Darfur-Flüchtlinge sowie der Flüchtlinge aus dem Süd-Sudan, beizutragen. Zivilgesellschaftliche Akteure werden unterstützt, darüber hinaus wird zur Friedensförderung beigetragen.

Schwerpunkte der bilateralen Zusammenarbeit im Süd-Sudan sind die Unterstützung der Verwaltungsreform und Dezentralisierung sowie die Entwicklung des städtischen Wassersektors. Im Partnerschaftsprogramm mit der UN Refugee Agency (UNHCR)  sowie der Not- und Übergangshilfe werden die Repatriierung und Reintegration von Flüchtlingen unterstützt.

Engagement des DED

Im Nord-Sudan ist das DED Programm auf die Förderbereiche Reintegration von (Binnen-)Flüchtlingen und Friedensförderung, Stärkung der Zivilgesellschaft und den Querschnittsbereich Reproduktive Gesundheit fokussiert.

Im Süd-Sudan konzentriert sich der DED inhaltlich auf die Unterstützung dezentraler staatlicher Strukturen in enger Koordination mit der Technischen Zusammenarbeit. Die Reintegration von Flüchtlingen wird in die Unterstützung der Verwaltungsreform und Dezentralisierung integriert. Stärkung der Zivilgesellschaft und Maßnahmen der zivilen Konfliktbearbeitung und Friedensförderung bleiben wichtige Begleitprogramme.

Organisationsberatung und -entwicklung von Akteuren der Zivilgesellschaft
Das DED -Programm unterstützt sudanesische Nichtregierungsorganisationen mit der Zielsetzung, deren Management- und Planungskapazitäten zu stärken und den Demokratisierungsprozess und die Beachtung der Menschenrechte mit Schwerpunkt auf Frauenrechten zu fördern. Insbesondere Organisationen, deren Ziel es ist, eine Verbesserung der Lebensbedingungen marginalisierter Bevölkerungsteile und die Einhaltung von Menschenrechten zu bewirken, werden von diesen Maßnahmen erreicht.

Reintegration von (Binnen-) Flüchtlingen
Der DED engagiert sich im Rahmen der zivilen Konfliktbearbeitung und Friedensförderung und in Kooperation mit internationalen Nichtregierungsorganisationen und der GTZ im Bereich der Wiederansiedlung und Reintegration von Flüchtlingen und Vertriebenen. Dabei wird besonderer Wert auf die konfliktsensible Planung und Umsetzung des Reintegrationsprozesses gelegt. Die Wiederansiedlungsgebiete werden mit der Zielsetzung unterstützt, ihnen Zukunftsperspektiven in Sicherheit und wirtschaftlicher Unabhängigkeit zu eröffnen. Der DED arbeitet in diesem Regionalprogramm eng mit den regionalen Regierungen und lokalen Nichtregierungsorganisationen zusammen. 2008 wurden Fremdmittel vom Common Humanitarian Fund der Vereinten Nationen eingeworben und für den Aufbau neuer Reintegrations-und Entwicklungszentren genutzt.

Weitere Informationen finden Sie auf der landeskundlichen Informationsseite Sudan.

Kontakt

Regionalgruppe Ost- und Südliches Afrika
E-Mail: suedostafrika@ded.de

Weitere Informationen:

Östliches und Südliches Afrika

Landesbüro.

German Development Service
P.O. Box 2817
Khartoum
Sudan
E-Mail: sdn@ded.de

Webseite des DED im Sudan.

http://sudan.ded.de

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