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Tansania .  

Kartenausschnitt Tansania

Rahmenbedingungen

Tansania ist eines der ärmsten Länder der Erde und gehört zugleich zu den politisch stabilsten Staaten  Afrikas. Den größten Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt leistet die Landwirtschaft mit ca. 45 Prozent; zu wenig, um das Potenzial zu entwickeln, das für die Erreichung der Millennium Development Goals (MDG) notwendig wäre. Der industrielle Sektor (17 Prozent) kann wegen mangelnder Infrastruktur und bürokratischer Hürden sein Potential nicht ausschöpfen. Dennoch wächst die Wirtschaft stabil um 6 Prozent. Die gesellschaftliche Stellung der Frauen bleibt verbesserungswürdig.

Die Gebergemeinschaft bescheinigt der tansanischen Regierung gute Performance und hohe Entwicklungsorientierung. Entsprechend der Armutsreduzierungsstrategie orientiert sich die Regierung auch in den Haushaltsansätzen an Wirtschaftswachstum, sozialer Entwicklung und guter Regierungsführung.

Schwerpunktbereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Deutschland und Tansania haben als Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit die Bereiche

  • Gesundheit, einschließlich HIV/AIDS
  • Wasserver- und Abwasserentsorgung
  • Unterstützung der Dezentralisierung und kommunaler Selbstverwaltung

vereinbart. Zusätzlich wird ein Teil der deutschen Entwicklungszusammenarbeit als Allgemeine Budgethilfe und Korbfinanzierungen in den drei Schwerpunkten zur Unterstützung der Armutsminderung erbracht.

Engagement des DED

In allen drei Schwerpunkten trägt der DED zur Zielerreichung der Schwerpunktstrategien der deutschen Entwicklungszusammenarbeit bei. Er bündelt seine Umsetzungserfahrungen und bringt diese in die Weiterentwicklung der Strategien und in die Gestaltung des Politikdialogs ein. Hiermit wird ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung der Armut geleistet.

Gesundheit, einschließlich HIV/AIDS
Der DED unterstützt die qualitative Verbesserung des dezentralisierten Distrikt-Gesundheitswesens in den Regionen Lindi, Mtwara, Tanga und Mbeya im Rahmen des „ Tanzanian German Programme to Support Health“ (TGPSH), das vom Gesundheitsministerium zusammen mit der KfW, InWEnt, der GTZ, CIM und dem DED getragen wird. Dabei unterstützt der DED hauptsächlich die ersten drei der genannten Regionen. Zur Verbesserung der Gesundheitsdienstleistungen besonders gefährdeter und benachteiligter Bevölkerungsgruppen arbeitet er in den Tätigkeitsfeldern Managementberatung, klinische Arbeit, Capacity Development und Infrastrukturmaßnahmen, sowie in der Förderung der reproduktiven Gesundheit und der multisektoralen HIV/AIDS-Bekämpfung.

Wasserver- und Abwasserentsorgung
Als führender Geber verfolgt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit das Ziel, zu einer finanziell, institutionell und ökologisch nachhaltigen, aber bezahlbaren Trinkwasserversorgung und einer entsprechenden Abwasserentsorgung beizutragen. Alle deutschen Maßnahmen im Schwerpunkt zielen darauf ab, die Wasserpolitik und Wasserstrategie im Rahmen des Wasserentwicklungsprogramms zu unterstützen.

Während die GTZ für Sektorpolitikberatung und die KfW für Investitionen verantwortlich sind, zielen die DED-Entwicklungsmaßnahmen im Rahmen des deutschen „Water for Life Programme“ (WALPRO) auf Verbesserung der Planung und Implementierung von Wasserprojekten ab. Zudem wird die Managementkompetenz dezentraler Wasserversorger hinsichtlich wirtschaftlicher Effizienz, Nachhaltigkeit und Armutsorientierung gestärkt. In enger Kooperation mit der GTZ wird ein Managementkonzept für die Wasserversorgung halbstädtischer Gebiete umgesetzt.

Unterstützung lokaler Governance-Prozesse/Dezentralisierung
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt den tansanischen Staat bei der Umsetzung seiner Dezentralisierungspolitik, um somit zur Armutsbekämpfung beizutragen. In diesem Rahmen ist der deutsche Beitrag darauf ausgerichtet, politische, administrative und fiskalische Dezentralisierung von nationaler auf lokale Ebene zu fördern und Kommunen zur Erbringung von Dienstleistungen zu befähigen.

Im Rahmen des deutschen Programms zur Unterstützung der Dezentralisierung und der kommunalen Selbstverwaltung fördert der DED schwerpunktmäßig die Dezentralisierung auf lokaler Ebene. Dies erfolgt durch Kapazitätsstärkung und Strukturbildung in Kommunalverwaltungen insbesondere in den Bereichen der lokalen Regierungsführung und des kommunalen Finanzmanagements. Im Rahmen seiner Arbeit unterstützt der DED dabei auch die Erarbeitung modellhafter Verfahren und deren Transfer innerhalb Tansanias. Regionaler Fokus liegt dabei in den Regionen Tanga und Mtwara.

Neben der Förderung von Kommunalverwaltungen spielt die Unterstützung der Zivilgesellschaft eine starke Rolle, um verbesserte kommunale Dienstleistungen aktiv nachzufragen und die Transparenz des öffentlichen Verwaltungshandelns einzufordern.

Seit 2008 findet der DED Beitrag an den Standorten zunehmend in Kooperation mit der GTZ sowie in enger Verzahnung mit dem InWEnt Programm statt.

Weitere Informationen finden Sie auf der landeskundlichen Informationsseite Tansania.

Kontakt

Regionalgruppe Ost- und Südliches Afrika
E-Mail: suedostafrika@ded.de

Weitere Informationen:

Östliches und Südliches Afrika

Landesbüro.

German Development Service
P.O. Box 2488
Dar-es-Salaam
Tansania
E-Mail: tza@ded.de

Webseite des DED in Tansania.

http://tansania.ded.de

http://tanzania.ded.de

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