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Mali .  

Kartenausschnitt Mali

Rahmenbedingungen

Dank seiner demokratischen Ordnung und der weitgehend gewaltfreien sozio-politischen Kultur genießt Mali international bei Gebern hohes Ansehen.

Das Land gehört laut Human Development Index 2007/2008 zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. 60,2 Prozent der Bevölkerung von insgesamt 13,1 Millionen Einwohnern leben unterhalb der Armutsgrenze und davon leben weiterhin 83 Prozent im ländlichen Raum. Diesem kommt daher eine zentrale Bedeutung für ein nachhaltiges, armutsrelevantes Wachstum zu. Wichtigster Wirtschaftssektor ist die Landwirtschaft, die 75 Prozent der wirtschaftlich aktiven Bevölkerung beschäftigt und 37 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt. Regenfeldbau und extensive Weidewirtschaft unterliegen aufgrund der klimatisch bedingten Risiken großen Produktionsschwankungen. An Bedeutung zugenommen hat der Goldbergbau. Durch die starke außenwirtschaftliche Konzentration auf die Rohstoffe Gold und Baumwolle besteht jedoch eine große Abhängigkeit von labilen Weltmarktpreisen. Von erheblicher Bedeutung sind die Transferzahlungen der im Ausland lebenden Malier.

Schwerpunktbereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Die thematischen Schwerpunkte der deutschen EZ sind:

  • Landwirtschaft/Ernährungssicherung
  • Dezentralisierung und gute Regierungsführung
  • Trinkwasserver- und -entsorgung

Engagement des DED

Landwirtschaft/Ernährungssicherung
Wesentliches Element der Aktivitäten in diesem Schwerpunkt ist die Förderung einer nachhaltigen Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktion durch den Bewässerungslandbau im Dogonland und in Bélédougou. Durch die Maßnahmen (in Kooperation mit der KfW Entwicklungsbank) werden eine Erhöhung der Einnahmen und die Verbesserung der Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung angestrebt.

Ein weiterer Bereich des DED-Engagements in diesem Sektor stellt die Aufarbeitung und Verknüpfung von Erfahrungen im Ressourcenmanagement mit dem laufenden Dezentralisierungsprozess dar, da den ländlichen Gemeinden wichtige Zuständigkeiten in diesem Bereich übertragen wurden. Hier besteht eine Kooperation mit der GTZ.

Außerdem unterstützt der DED gemeinsam mit der GTZ das Programm Kommunalförderung (PACT) beim kommunalen und selbstbestimmten Ressourcenmanagement und bei der Förderung der Kapazitäten der gewählten Gemeindevertreter in Hinsicht auf eine Verbesserung der Dienstleistungen der Kommune. Die Fachkräfte beraten die Kommunen unter anderem bei der Erarbeitung der kommunalen Entwicklungspläne im Bereich Ressourcenmanagement und bei der Aus- und Fortbildung in diesem Bereich. Weiter unterstützt eine Fachkraft die Partnerorganisation ALPHALOG in Segou und Niono in der Gemeindeberatung zum Aufbau kommunalen Ressourcenmanagements als Dienstleister.

Dezentralisierung und gute Regierungsführung
Der Wirkungsbeitrag des DED-Engagements besteht darin, dass sich die Zivilgesellschaft – insbesondere Frauen und Jugendliche – ihres Handlungsspielraums und ihrer Rolle in einem demokratischen und dezentralen Staat bewusst wird und beginnt, sich in Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse auf nationaler und kommunaler Ebene einzubringen. Weiterhin werden Kommunen bei der Erstellung von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen gestärkt. Je nach Entwicklungsmaßnahme fungieren Organisationen der Zivilgesellschaft und Kommunen als Partner und Mittler.

Darüber hinaus unterstützt die Entwicklungsmaßnahme „Aufklärung zu FGM und Stärkung der Frauenrechte“ ein Vorhaben einer lokalen Nichtregierungsorganisation (APDF).

Trinkwasserver- und -entsorgung
Der DED arbeitet weiterhin in der städtischen Abwasser- und Abfallentsorgung.

Beitrag außerhalb der Schwerpunkte
Der DED stellt eine intensive Zusammenarbeit der Organisationen der deutschen EZ in den Bereichen HIV/AIDS und Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) sicher. 2006 startete ein innovativer Ansatz zur Verknüpfung von Sozialmarketing und der Bekämpfung von FGM.

Der DED unterstützt das Büro der Weltbank in der malischen Hauptstadt Bamako durch einen Entwicklungshelfer zur Entwicklung wirkungsorientierter Beobachtungs- und Evaluierungssysteme.

Weitere Informationen finden Sie auf der landeskundlichen Informationsseite Mali.

Stand: März 2009

Kontakt

Regionalgruppe West- und Zentralafrika
E-Mail: westafrika@ded.de

Weitere Informationen:

West- und Zentralafrika

Landesbüro.

Service Allemand de Développement
B.P. 8046
Bamako
Mali
E-Mail: mli@ded.de

Webseite des DED in Mali.

http://mali.ded.de

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