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Mali .  

Kartenausschnitt Mali

Rahmenbedingungen

Seit 1992 hat sich Mali zu einer stabilen Mehrparteiendemokratie entwickelt, was durch die Parlamentswahlen 2007 und die Kommunalwahlen 2009 erneut bestätigt wurde. Dank der weitgehend gewaltfreien sozio-politischen Kultur genießt Mali international bei Gebern hohes Ansehen.

Das Land gehört laut Human Development Index (HDI) zu den zehn ärmsten Ländern der Welt, trotz seines relativen Ressourcenreichtums. Der Anteil der Armen an der Gesamtbevölkerung von 13,1 Millionen Einwohnern ist zwar innerhalb der letzten Jahre von 55,6 Prozent auf 47,4 Prozent zurückgegangen, im ländlichen Raum leben jedoch weiterhin 83 Prozent der Armen unterhalb der Armutsgrenze. Somit kommt ihm eine zentrale Bedeutung für ein nachhaltiges, armutsrelevantes Wachstum zu. Der primäre Sektor bindet etwa 75 Prozent der Arbeitskraft und trägt heute mit 37 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Regenfeldbau und extensive Weidewirtschaft unterliegen aufgrund der klimatisch bedingten Risiken großen Produktionsschwankungen. Erhebliche Potentiale birgt jedoch die Bewässerungslandwirtschaft. Wirtschaftliche große Bedeutung hat der Goldbergbau. Der ebenfalls exportorientierte und bis vor zwei Jahren herausragende Baumwollanbau hat durch die ausbleibende Privatisierung einen fundamentalen Einbruch erfahren. Von erheblicher Bedeutung sind die Transferzahlungen der im Ausland lebenden Malier, die im Durchschnitt umgerechnet 183 Millionen Euro pro Jahr betragen, jedoch infolge der Finanzkrise zurückzugehen drohen.

Schwerpunktbereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ist in Mali in folgenden Schwerpunkten tätig:

  • Dezentralisierung und gute Regierungsführung
  • Förderung einer produktiven und nachhaltigen Landwirtschaft
  • Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung

Engagement des DED

Förderung einer produktiven und nachhaltigen Landwirtschaft
Durch den Bau von Staudämmen und Pisten sowie die Strukturierung einer nachhaltigen Nutzung zur Förderung der landwirtschaftlichen Produktion durch Bewässerungslandbau wird ein Beitrag zur Realisierung des nationalen Programms zur Kleinbewässerung im Dogonland und in Bélédougou geleistet. Durch die Maßnahmen werden eine Erhöhung der Einnahmen und die Verbesserung der Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung angestrebt.

Eingesetzte Instrumente sind die Finanzierung durch die KfW und die Finanzierung und Entsendung von Entwicklungshelfern durch den DED . DED Fachkräfte beraten zudem in einem Kooperationsvorhaben Partner auf regionaler Ebene in Segou und Sikasso hinsichtlich einer besseren Wertschöpfung für Produkte aus der Kleinbewässerung.

Außerdem sind DED-Fachkräfte für die Beratung bei der Umsetzung der pflanzlichen Uferbefestigung (Anbauberatung, Konzeption von Nutzervereinbarungen) in Bamako und Koulikoro sowie in der Beratung der Kommunen unter anderem im Bereich Ressourcenmanagement tätig.

Dezentralisierung und gute Regierungsführung
Handlungsfelder des DED im Schwerpunkt Dezentralisierung und gute Regierungsführung sind politische Bewusstseinsbildung, verstärkter Politikdialog, Vertrauensbildung zwischen Bürgern, Staat und Kommunen sowie die Stärkung der Handlungsfähigkeit der Gebietskörperschaften. Die Kommunen werden bei der Erstellung von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen gestärkt. Je nach Entwicklungsmaßnahme fungieren Organisationen der Zivilgesellschaft und Kommunen als Partner und Mittler.

Mit der Verbesserung der Dienstleistungen der kommunalen Gebietskörperschaften liefert der DED einen Beitrag zum Vorhaben „Programme Appui aux Collectivités Territoriales“ (PACT). Ziel des gemeinsam mit GTZ und KfW implementierten Programms ist die Verbesserung der Verwaltung, der wirtschaftlichen Entwicklung sowie des Zugangs zu sozialen Grunddiensten.

Beratung zum kommunalen Abfall- und Abwassermanagement findet in zwei Kommunen von Bamako statt. Sie sind komplementär zu den anderen Vorhaben, da sie verbreitungsfähige Beratungsmodule für andere Kommunen erarbeiten.

In Segou und Bandiagara widmet sich der DED, zusammen mit der jeweiligen privaten oder öffentlichen Partnerorganisation, der Förderung der kommunalen Wirtschaftsentwicklung.

Im Bereich Zivilgesellschaft besteht der Wirkungsbeitrag des DED darin, dass die Bürger – insbesondere Frauen und Jugendliche – beginnen, sich in Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse auf nationaler und kommunaler Ebene einzubringen.

Beitrag außerhalb der Schwerpunkte

Im Bereich der reproduktiven Gesundheit einschließlich der HIV/AIDS Bekämpfung  werden innovative Ansätze aus dem social marketing bei PSI (Population Services International ) durchgeführt. Daneben stellt der DED eine intensive Zusammenarbeit der Organisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in den Bereichen HIV/AIDS und weibliche Genitalverstümmelung (FGM) sicher.

„weltwärts mit dem DED“

Im Rahmen des Programms weltwärts sind rund 40 junge Erwachsene in den Regionen Bamako, Segou und Mopti tätig.

Weitere Informationen finden Sie auf der landeskundlichen Informationsseite Mali.

Kontakt

Regionalgruppe West- und Zentralafrika
E-Mail: westafrika@ded.de

Weitere Informationen:

West- und Zentralafrika

Landesbüro.

Service Allemand de Développement
B.P. 8046
Bamako
Mali
E-Mail: mli@ded.de

Webseite des DED in Mali.

http://mali.ded.de

Aus der Praxis.

25 Jahre DED in Mali: Staatssekretärin Gudrun Kopp (BMZ) besucht Jubiläumsfeier
Nach ihrer Teilnahme an der Jahrestagung der Afrikanischen Entwicklungsbank Ende Mai 2010 in Abidjan, Elfenbeinküste, besuchte die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium (BMZ), Gudrun Kopp, den DED im benachbarten Mali und nahm an den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum teil.

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