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Uganda .  

Kartenausschnitt Uganda

Rahmenbedingungen

Die Einführung eines Mehrparteiensystems im Jahre 2005 war ein erster Schritt zur Demokratisierung des Landes. Es bestehen weiterhin Defizite im Demokratieverständnis, wie der Verlauf der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2006 zeigte, der auch zu Kritik des Verfassungsgerichtes führte.

Die Aktivitäten der Rebellen im Norden des Landes sind vorerst ausgesetzt. Die derzeit laufenden Friedensverhandlungen sind weit fortgeschritten, ein Friedensvertrag ist seit März 2008 unterschriftsreif, der Anführer der LRA, Joseph Kony, verweigert bislang aber seine Unterschrift. In den nördlichen Distrikten herrscht positive Aufbruchstimmung.

Auch wenn der Anteil der Bevölkerung, der unterhalb der Armutsgrenze lebt, von 56 Prozent (1992) auf 31 Prozent  (2005) gesenkt werden konnte, haben sich in der Vergangenheit die regionalen Disparitäten zwischen dem Norden und dem Süden verschärft. Der Friedensprozess wird langfristig dazu beitragen, diese Entwicklung umzukehren.

Das erwartete durchschnittliche Wirtschaftswachstum für den Zeitraum 2005-2009 liegt bei etwa 6 Prozent. Faktoren, die diese positive Entwicklung abschwächen könnten, sind immer wieder auftretende Krisen in der Energieversorgung sowie die gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise.

Schwerpunktbereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Uganda ist Partnerland mit drei Schwerpunkten:

  • Entwicklung des Wassersektors
  • Entwicklung des Finanzsektors
  • Förderung von Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz

Engagement des DED

Der DED ist in Uganda in allen drei Schwerpunkten sowie in Absprache mit dem BMZ im Bereich Berufsbildung, HIV/AIDS und PPP (beide als Querschnittsaufgabe) und im Zivilen Friedensdienst tätig.

Entwicklung des Wassersektors
Im Mittelpunkt steht die Reform der städtischen Wasserver- und Abwasserentsorgung mit dem Ziel, einem größeren Anteil der armen Bevölkerungsschichten einen verbesserten Zugang zu hygienischem Trinkwasser und zur Abwasserentsorgung zu ermöglichen.

Der DED unterstützt mehrere Stadtverwaltungen im Norden Ugandas bei der Verbesserung der unzureichenden Abwasser- und Abfallentsorgung. Ziel ist die Verbesserung der technischen und planerischen Kapazitäten der Stadtverwaltungen zur Umsetzung von Projekten.

Finanzsystementwicklung
Der DED-Beitrag konzentriert sich auf den Bereich der Verbesserung der Qualität von Finanzdienstleistungen. Er stärkt die Kompetenz von Entscheidungsträgern bei Mikrofinanz-Netzwerken und Verbänden und optimiert deren Organisationsstruktur. Darüber hinaus befähigt er ausgewählte Organisationen im Mikrofinanzsektor, innovative Finanzprodukte, insbesondere im Agrarbereich, zu entwickeln, am Markt zu testen und flächendeckend einzuführen. Die DED-Fachkräfte tragen dazu bei, bei ausgewählten Mikrofinanzinstitutionen, insbesondere bei Spar- und Kreditkooperativen, verbindliche Systeme interner Kontrolle einzuführen, die zur Kostenreduktion beitragen.

Erneuerbare Energien/Energieeffizienz
Der DED wird in Zukunft auf Regional- und Distriktebene bei der Koordination und Implementierung von Energieprojekten sowie bei der Schulung zu entsprechenden Technologien tätig werden. Ziel in diesem Schwerpunkt ist, die effiziente und auf erneuerbaren, umweltverträglichen Quellen beruhende Energieversorgung zu verbessern und die effizientere Nutzung von Energie durch die Zielgruppen

Beitrag außerhalb der Schwerpunkte

Entwicklung des Berufsbildungssystems
Ziel des DED-Beitrags ist eine verstärkte Nachfrage nach den Dienstleistungen des Landesverbandes der nicht-staatlichen Berufsbildungseinrichtungen (UGAPRIVI) zur Verbesserung der Qualitätssicherung und für Input im Politikdialog im Sektor Berufsbildung sowie die Etablierung von UGAPRIVI als konsolidierte und finanziell nachhaltige Organisation, die 85 Prozent ihres Finanzmittelbedarfs außerhalb der deutschen EZ generiert.

Public Private Partnerhip - Entwicklungspartnerschaften mit der Privatwirtschaft (PPP)
Mit seinem PPP-Programm bezieht der DED den Privatsektor in die Umsetzung von Entwicklungsmaßnahmen aktiv mit ein. Beispielsweise engagiert sich der DED bei der Erarbeitung und Umsetzung von HIV/AIDS-Arbeitsplatzprogrammen in Kooperation mit der Teefirma Finlays und der Ölfirma Tullow Oil. Gleichzeitig fördert der DED verantwortliches unternehmerisches Handeln (CSR) durch ein strategisches Netzwerk ugandischer Organisationen mit dem Ziel, die Qualität, Wirkung und Nachhaltigkeit von CSR zu stärken.

HIV/AIDS
Aufgrund der pandemischen Situation in Uganda engagiert sich der DED mit einer Fachkraft in diesem Querschnittsbereich. Ziel ist, dass möglichst alle DED-Fachkräfte im Kontext ihrer Arbeit Aktivitäten zur Prävention, Behandlung und Folgenminderung von HIV/AIDS vermitteln oder durchführen.

Ziviler Friedensdienst (ZFD)
Regionaler Schwerpunkt der Arbeit im Rahmen des Sonderprogramms ZFD liegt im Norden Ugandas: Zum einen in der Region West Nile, wo es um die Stabilisierung einer Nachkonfliktregion geht und zum anderen in der Region Teso Karamoja, wo die Förderung der Koexistenz von Bevölkerungsgruppen im Nordosten des Landes im Blickpunkt steht. Dazu kommt die Unterstützung von zwei akademischen Friedensinstitutionen (Kampala, Gulu), wobei die Wirkungen über die Projektstandorte hinausgehen. Der DED fungiert als Ansprechpartner des BMZ und der Botschaft für das gesamte deutsche ZFD-Engagement.

Flüchtlingsarbeit
Der DED ist seit vielen Jahren Durchführungsorganisation für den UNHCR bei der Betreuung von südsudanesischen Flüchtlingen in der West Nile-Region. In Kooperation mit der EU befindet sich ein Programm zur Rückführung von Binnenflüchtlingen in vier Distrikten Nordugandas in Umsetzung.

Weltwärts mit dem DED
Uganda ist eines der Pilotländer für das Freiwilligenprogramm weltwärts.

Weitere Informationen finden Sie auf der landeskundlichen Informationsseite Uganda.

Stand: März 2009

Kontakt

Regionalgruppe Ost- und Südliches Afrika
E-Mail: suedostafrika@ded.de

Weitere Informationen:

Östliches und Südliches Afrika

Landesbüro.

German Development Service
P.O. Box 7251
Kampala
Uganda
E-Mail: uga@ded.de

Webseite des DED in Uganda.

http://uganda.ded.de

Aus der Praxis.

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