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Uganda .  

Kartenausschnitt Uganda

Rahmenbedingungen

Das 2005 eingeführte Mehrparteiensystem wird im Vorfeld der Wahlen in 2011 einem wichtigen Härtetest ausgesetzt. Es bestehen weiterhin Defizite im Demokratieverständnis, auch im Parlament, wie die von der Exekutive dominierten Auseinandersetzungen mit der Legislative immer wieder zeigen.

Im Norden des Landes sind die Friedensverhandlungen formal nicht beendet, da kein Friedensvertrag unterzeichnet wurde. Die Lord Resistance Army (LRA) existiert weiterhin, operiert jedoch nicht in Uganda. Auch wenn die LRA weiterhin gefürchtet wird, gibt es keine Anzeichen auf ein erneutes Eindringen nach Uganda. In den nördlichen Distrikten herrscht weiterhin Aufbruchsstimmung, eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg von Entwicklungsmaßnahmen.

Die internationale Finanzkrise hat dazu geführt, dass die Wachstumsprognosen für Uganda von 8 Prozent auf ca. 6 Prozent nach unten korrigiert werden mussten. Weitere langfristige Auswirkungen der Finanzkrise werden befürchtet, wie zum Beispiel der Ausfall von internationalen Investitionen.

Auch wenn der Anteil der Bevölkerung, der unterhalb der Armutsgrenze lebt, von 56 Prozent in 1992 auf 31 Prozent in 2005 gesenkt werden konnte, haben sich in der Vergangenheit die regionalen Ungleichheiten zwischen dem Norden und dem Süden verschärft. Der Friedensprozess wird langfristig dazu beitragen, diese Entwicklung umzukehren.

Uganda hat bereits substantielle Fortschritte im Hinblick auf die Erreichung der Millennium Development Goals (MDG) gemacht. Es ist zu erwarten, dass die Mehrheit erreicht werden kann.

Schwerpunktbereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Uganda ist Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit drei Schwerpunkten:

  • Entwicklung des Wassersektors
  • Entwicklung des Finanzsektors
  • Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz.

Engagement des DED

Das Landesprogramm des DED in Uganda will die personellen und institutionellen Kapazitäten in allen drei Schwerpunkten sowie im Bereich Berufsbildung, HIV/AIDS und Public Private Partnership (PPP) und Ziviler Friedensdienst stärken. Dabei soll eine weiterhin starke Ausrichtung auf den Norden des Landes vorgenommen werden.

Entwicklung des Wassersektors
Im Mittelpunkt steht die Reform der städtischen Wasserver- und Abwasserentsorgung mit dem Ziel, einem größeren Anteil der armen Bevölkerungsschichten einen verbesserten Zugang zu hygienischem Trinkwasser und Abwasserentsorgung zu gewähren.

Innerhalb der Entwicklungsmaßnahme werden mehrere Stadtverwaltungen im Norden Ugandas über DED-Fachkräfte bei der Verbesserung der unzureichenden Abwasser- und Abfallentsorgung unterstützt. Die Zielsetzung ist die Verbesserung der technischen und planerischen Kapazitäten der Stadtverwaltungen zur Umsetzung von Projekten.

Finanzsystementwicklung
Der DED-Beitrag bei der Entwicklung des Finanzsektors verfolgt die Ziele, dass wirtschaftlich aktive, benachteiligte Bevölkerungsschichten in ausgewählten Regionen Ugandas, vor allem im Norden, einen vermehrten Zugang zu verbesserten Finanzdienstleistungen haben. Sie sollen befähigt werden, sie als aufgeklärte Verbraucher/Genossenschaftsmitglieder von wirtschaftlich existenzfähigen und gesunden Mikrofinanzinstitutionen einzufordern.

Erneuerbare Energien/Energieeffizienz
In diesem Schwerpunkt wird die auf erneuerbaren, umweltverträglichen Quellen beruhende Energieversorgung verbessert, sodass die Zielgruppen Energie effizienter nutzen können. Dazu sind Fachkräfte des DED auf Regional- und Distriktebene bei der Beratung, Koordination und Implementierung von Energieprojekten sowie bei der Schulung zu entsprechenden Technologien tätig.

Beitrag außerhalb der Schwerpunkte

Entwicklung des Berufsbildungssystems
Der DED leistet seinen Beitrag durch die Entwicklungsmaßnahme in der Organisationsentwicklung der Uganda Association of Private Vocational Institutions (UGAPRIVI). Damit unterstützt er eine Schlüsselinstitution, die wesentlich bei der Umsetzung der beginnenden Sektorreform mitwirkt. Dadurch werden Dienstleistungen von UGAPRIVI verstärkt zur Verbesserung der Qualitätssicherung und für Input im Politikdialog im Sektor Berufsbildung nachgefragt.

Public Private Partnerhip - Entwicklungspartnerschaften mit der Privatwirtschaft (PPP)
Mit seinem PPP Programm bezieht der DED den Privatsektor in die Umsetzung von Entwicklungsmaßnahmen in allen Schwerpunkten sowie in den DED -Beiträgen außerhalb der Schwerpunkte aktiv mit ein. Beispielsweise engagiert sich der DED in Kooperation mit der Ölfirma Tullow Oil bei der Erarbeitung und Umsetzung von HIV/AIDS Workplace Programmes . Gleichzeitig unterstützt der DED Corporate Social Responsibility (CSR) durch ein strategisches Netzwerk ugandischer Organisationen mit dem Ziel, die Qualität, Wirkung und Nachhaltigkeit von CSR zu stärken.

HIV/AIDS
Ziel in diesem Schwerpunkt ist es, dass alle Entwicklungshelfer im Kontext ihrer Arbeit Aktivitäten zur Prävention, Behandlung und Folgenminderung von HIV/AIDS vermitteln oder durchführen.

Die Berücksichtigung von reproduktiver Gesundheit und Familienplanung wird in die Querschnittsarbeit mit eingebracht, da Uganda ein Bevölkerungswachstum von 3,4 Prozent hat.

Ziviler Friedensdienst (ZFD)
Regionaler Schwerpunkt der Arbeit im Rahmen des ZFD liegt im Norden Ugandas: Zum einen in der Region West Nile, wo es um die Stabilisierung einer Nachkonfliktregion geht und zum anderen in der Region Teso Karamoja, wo die Förderung der Koexistenz der Bevölkerungsgruppen im Nordosten des Landes im Blickpunkt steht. Dazu kommt die Unterstützung einer akademischen Friedensinstitution in Gulu, wobei die Wirkungen über den Projektstandort hinaus gehen.

Flüchtlingsarbeit
Der DED ist seit vielen Jahren Durchführungsorganisation für die United Nation Refugee Agency (UNHCR) bei der Betreuung von südsudanesischen Flüchtlingen im West Nile.

"weltwärts mit dem DED"
Im Entsendejahr 2009/2010 sind knapp 30 weltwärts-Freiwillige über den DED in Uganda.

Weitere Informationen finden Sie auf der landeskundlichen Informationsseite Uganda.

Kontakt

Regionalgruppe Ost- und Südliches Afrika
E-Mail: suedostafrika@ded.de

Weitere Informationen:

Östliches und Südliches Afrika

Landesbüro.

German Development Service
P.O. Box 7251
Kampala
Uganda
E-Mail: uga@ded.de

Webseite des DED in Uganda.

http://uganda.ded.de

Aus der Praxis.

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