Togo .

Rahmenbedingungen
Die politische Situation in Togo hat sich nach den international akzeptierten Parlamentswahlen vom 14. Oktober 2007 deutlich entspannt. Die Feuerprobe für den Demokratisierungswillen Togos werden die für 2010 angesetzten Präsidentschaftswahlen sein.
Im November 2007 hat die Europäische Union die Kooperation offiziell wiederaufgenommen. Schwerpunkte der Förderung sind der Ausbau der Infrastruktur und der Schuldenabbau. Seit Beginn des Jahres 2008 kündigen immer mehr Partner die Wiederaufnahme bilateraler und multilateraler Beziehungen an, sodass die Phase der internationalen Isolation Togos beendet ist.
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit
Infolge der politischen Situation und der Menschenrechtslage war die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit mit Togo seit 1993 suspendiert. Dem DED ist zwischenzeitlich (2003) vom BMZ die Rolle des „Statthalters“ der deutschen EZ zugewiesen worden. Das BMZ hat Togo im Februar 2008 aus der Liste der Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gestrichen.
Engagement des DED
Angesichts der Bedeutung der Stärkung der zivilgesellschaftlichen Organisationen im Hinblick auf die Demokratieentwicklung im Lande, konzentriert sich das DED-Landesprogramm auf Demokratieförderung, mit dem geografischen Fokus auf den Norden.
In Anbetracht der hohen entwicklungshemmenden HIV/AIDS-Rate in Togo und deren Auswirkung auf die zivilgesellschaftliche und demokratische Entwicklung des Landes, ist eine HIV/AIDS-Querschnittsberaterin tätig, die sowohl die Nichtregierungsorganisationen als auch den DED zum Thema berät und unterstützt.
Das Landesprogramm Togo wird vom DED-Büro in Cotonou/Benin gesteuert.
Demokratieförderung zur Stärkung der Zivilgesellschaft
Über die sechs landesweit angesiedelten Außenstellen, welche von drei Fachkräften und sechs einheimischen Kollegen verwaltet werden, sowie durch die Unterstützung togoischer Netzwerke besteht ein breiter Zugang zur togoischen Zivilgesellschaft im ländlichen Raum. Somit können NRO in ihren Bemühungen der Schaffung von Dialogstrukturen mit den Regierungsstellen unterstützt werden, wodurch die Demokratisierung Togos und die Kompetenzen der zivilgesellschaftlichen Organisationen gefördert werden. Die Zielgruppe Frauen wird besonders berücksichtigt. Über die Projekt- und Fortbildungsarbeit hinaus unterstützt der DED in Togo ein national bedeutendes Frauenrechtsnetzwerk durch eine intern eingesetzte Organisationsberaterin. Weitere Maßnahmen sind durch die Unterstützung der Zivilgesellschaft bei der Partizipation am Prozess zur Armutsminderung vorgesehen.
Weitere Informationen finden Sie auf der landeskundlichen Informationsseite Togo.
Stand: März 2009
Kontakt
Regionalgruppe West- und ZentralafrikaE-Mail: westafrika@ded.de
Weitere Informationen:
West- und Zentralafrika
Landesbüro.
Service Allemand de Développement
B.P. 1510
Lomé
Togo
E-Mail: tgo@ded.de

