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Syrien .  

Kartenausschnitt Syrien

Rahmenbedingungen

Nach Jahrzehnten sozialistischer Wirtschaftsplanung befindet sich Syrien seit der Machtübernahme durch Bashar Al-Assad im Jahre 2000 und seiner Wiederwahl 2007 auf dem Weg einer umfassenden wirtschaftlichen Transformation. Erklärtes Ziel ist der Aufbau einer Sozialen Marktwirtschaft. Die Umsetzung des Reformplans trägt zwar erste Früchte, allerdings wurden Kernprobleme (Bekämpfung der zunehmenden Armut, Reform der öffentlichen Verwaltung sowie der syrischen Staatsunternehmen) noch nicht angegangen.

Mit dem hohen Bevölkerungswachstum hängt auch die zunehmende Wasserknappheit zusammen, die sich vor allem in den letzten Jahren erheblich verschärft hat. Die Wassernutzung ist aufgrund des rasant steigenden Trinkwasserbedarfs, des höheren Verbrauchs in der Industrie und des ohnehin hohen Wasserverbrauchs in der Landwirtschaft stark gestiegen, so dass die Versorgung nicht überall gewährleistet ist.

Schwerpunktbereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Syrien ist seit 2002 Partnerland mit den Schwerpunkten:

  • Wasser
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Außerdem wurde mit der syrischen Regierung ein Stadtentwicklungsprogramm vereinbart.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt den sozioökonomischen Reformprozess in vier strategischen Bereichen: Schaffung der Rahmenbedingungen für den Aufbau einer Sozialen Marktwirtschaft, Modernisierung des Wassersektors mit dem Ziel einer integrierten Bewirtschaftung der Wasserressourcen, Einführung einer nachhaltigen Stadtentwicklungspolitik sowie Modernisierung der Hochschulbildung.

Engagement des DED

Der DED engagiert sich im Rahmen des gemeinsamen deutschen Vorhabens „Modernisierung des syrischen Wassersektors“ und im Stadtentwicklungsprogramm.

Wasser
In enger Zusammenarbeit mit der GTZ beraten DED-Fachkräfte lokale und nationale Wasserver- und  entsorgungsunternehmen bei der Verbesserung der Bewirtschaftung und Rekonstruktion von Wasserversorgungsnetzen und Abwassersystemen, um die dramatische Wasserknappheit, insbesondere in den Großstädten Damaskus und Aleppo, zu reduzieren. In diesem Zusammenhang steht auch die vom DED geleistete Beratung beim Aufbau und bei der Organisation eines inter-institutionellen fachlichen Netzwerks im Wassersektor, sowie die Förderung von Qualifizierungs- und Fortbildungsangeboten über die syrische Ingenieurvereinigung. Zusätzliche Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung zielen darauf ab, dass sparsam mit Wasser umgegangen wird.

Diese Aktivitäten ergänzt der DED durch weitere Entwicklungsmaßnahmen im Schwerpunkt als Bestandteile des gemeinsamen Programmvorschlages:

DED-Fachkräfte beraten ausgewählte regionale Berufsbildungszentren des Fachministeriums für den Wassersektor und tragen damit unmittelbar zur Verbesserung der Qualifizierung des beruflichen Nachwuchses im Wassersektor bei. Die modulare Verknüpfung von sektorrelevanten Ausbildungsinhalten mit den Anforderungen privater und staatlicher Wasserversorgungs- und Instandhaltungsunternehmen gehören dazu ebenso wie die gemeinsame Entwicklung von bedarfsgerechten Curricula.

Ergänzend dazu nutzen an regionalen Trainingszentren der syrischen Ingenieurvereinigung OSEA Trainer und Ausbilder die Zusammenarbeit mit dem DED für die Entwicklung von wasserrelevanten Ausbildungsmodulen. Die Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Qualitätssicherung der Universität Damaskus ergänzt die kooperative Beratungsstrategie im Sektor.

In Kooperation mit der KfW werden am Higher Institute for Water Management Damaskus (HIWM) in Zusammenarbeit mit InWEnt und lokalen Institutionen Fachkräfte für die Wasserversorgung und Abwasserbehandlung aus- und weitergebildet.

Engagement außerhalb der Schwerpunkte

Stadtentwicklungsprogramm
Durch das Vorhaben „Nachhaltige Stadtentwicklung“ werden die zuständigen Ministerien und Stadtverwaltungen befähigt, die städtischen Entwicklungsprozesse für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung und zur Reduzierung städtischer Armut nachhaltig zu steuern.

Der DED ist in zwei Komponenten des Vorhabens tätig und berät zusätzlich beim Aufbau eines historischen Stadtarchivs in Aleppo. Die Stadtverwaltung Aleppo wird von Fachkräften bei der Erweiterung eines systematischen Datenmanagements, bei der Erfassung von informellen Siedlungen sowie bei der Entwicklung von Verfahren im Umgang mit diesen im Hinblick auf die Stadtentwicklungsplanung beraten. Das Gouvernorat Damaskus wird bei der Entwicklung von partizipativen Planungsmethoden für das Altstadtkonzept unterstützt.


Weitere Informationen finden Sie auf der landeskundlichen Informationsseite Syrien.

Kontakt

Regionalgruppe Nahost, Zentralasien
E-Mail: R5@ded.de

Weitere Informationen:

Nahost, Zentralasien

Landesbüro.

German Development Service (DED)
German House
P.O.Box 30757
Damascus
Syrian Arab Republic

E-Mail: office.syr@ded.de

Webseite des DED in Syrien.

http://syrien.ded.de

http://syria.ded.de

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