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Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung .  

In der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung sind derzeit etwa 300 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in 35 Ländern in Afrika, Lateinamerika und Asien eingesetzt.

Die Situation in den Partnerländern

Die Menschen in den Ländern des Südens sind stark von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Kampf um die wenigen Arbeitsstellen in Verwaltung und Wirtschaft erreichen nur die Privilegierten ihr Ziel. Der Aufbau einer eigenen Existenz ist für die meisten Menschen nahezu unmöglich. Aus entwicklungspolitischer Sicht müssen Berufsbildung und Wirtschaftsförderung ganzheitlich betrachtet werden: Berufsausbildung muss in erster Linie auf den Bedarf der Privatwirtschaft ausgerichtet sein, und umgekehrt muss (Klein-)Gewerbeförderung Aus- und Fortbildungselemente enthalten.

Reparatur eines Traktors in Uganda, Foto: Britta Radike
Reparaturarbeiten an einem Traktor in Uganda

Der Beitrag des DED

Der DED unterstützt die Eigenanstrengungen von Menschen, eine Beschäftigung zu finden, sich ein Einkommen zu sichern und eine Existenz zu gründen. Insbesondere arbeitslose Jugendliche ohne Schulabschluss werden praxisnah, bedarfs- und marktgerecht in Kurzkursen ausgebildet. DED-Fachkräfte unterstützen Berufsbildungsinstitutionen bei der Entwicklung von Ausbildungsformen und helfen bei der Nachbetreuung der Absolventen. 

Die Gewerbeförderung des DED unterstützt die Anstrengungen von kleinen und mittleren Produktions-betrieben. Ziel der Förderung ist es, diesen Betrieben Wachstums- und Finanzierungschancen zu eröffnen. So werden Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen. Für Existenzgründer bietet der DED spezielle Start-up Beratungen. Hierzu gehört auch der Aspekt der Finanzberatung: Der DED tritt nicht nur mit den Unternehmern in den Dialog, sondern auch mit den Kreditinstitutionen.

Die Doppelfunktion der Gewerbeförderung: Existenzgründer und Unternehmen stärken die Wirtschaftskraft ihres Landes, Arbeitsplätze entstehen. Auf der persönlichen Ebene fördern die erworbenen Fähigkeiten und Erfolge das Selbstbewusstsein und die gesellschaftliche Anerkennung! Das gilt insbesondere auch für Frauen, die so eine wichtige Vorbildfunktion erfüllen können.

Wertschöpfungsketten bieten für die Entwicklungszusammenarbeit verschiedene Ansatzpunke, um die Produktions- und Lebensbedingungen in den Entwicklungsländern zu verbessern. Die Fachkräfte des DED analysieren Potentiale und Strukturen von Wertschöpfungsketten und unterstützen die Ausarbeitung von Förderstrategien. Dienstleister sowie produzierende und verarbeitende Betriebe erhalten Beratungsleistungen. Durch Organisationsberatung wird schrittweise zusätzliche Wertschöpfung erreicht, die über die Primärproduktion hinausgeht und die Nutzung von Marktpotentialen ermöglicht. Unternehmen werden zusammengeführt, um sich im eigenen Interesse z.B. bezüglich gemeinsamer Vermarktung zu organisieren. So können diese ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern und die Wertschöpfung erhöhen.

Die Unterstützung beim Aufbau von Interessengruppen und Verbänden ist ein weiteres Aufgabenfeld des DED. Unsere Ziele sind hier die organisatorische Stärkung, die Qualifizierung des Serviceangebots sowie der Aufbau und die Unterstützung von Lobbyarbeit.

Das Engagement des DED erstreckt sich im Bereich der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung über die folgenden Leistungsangebote:

  • Förderung von KMU durch Existenzgründungsseminare, Finanzberatung und den Aufbau von Interessengruppen und Unternehmensverbänden
  • Unterstützung des Schulmanagements, Ausbildung von Ausbildern und Lehrplanentwicklung sowie Nachbetreuung von Absolventen
  • Förderung von Kreditinstitutionen sowie Beratung von Banken zu Kreditrahmen und -vergaberichtlinien für Kleinunternehmer
  • Förderung von Wertschöpfungsketten durch Unterstützung bei der Einhaltung von Standards und Steuerung der Material- und Informationsflüsse
  • Förderung von nachhaltigen Tourismusprodukten durch Erschließung touristischer Attraktionen und Schaffung erforderlicher Infrastruktur

Kontakt

Fachgruppe F3
Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung

Markus Sterr
Tel.: 0228/2434-218
E-Mail: Markus.Sterr@ded.de

Cornelia Frettlöh
Tel.: 0228/2434-207
E-Mail: Cornelia.Frettloeh@ded.de

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