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Benin .  

Kartenausschnitt Benin

Rahmenbedingungen

Die Republik Benin war das erste Land in Westafrika, das 1990 den Impuls zur Demokratisierung aufnahm. Mit einer neuen Verfassung wurde ein Mehrparteiensystem etabliert. Die Demokratie in Benin steht auf festen Füßen, wie die dreimaligen freien Präsidentschaftswahlen und die zweimal durchgeführten Kommunalwahlen belegen.

Die geographische Lage Benins setzt das Land zunehmend den Auswirkungen des Klimawandels aus. Die Küstenerosion und die Luftverschmutzung nehmen stellenweise erschreckende Ausmaße an, auch weil die Versorgung mit Energie überwiegend über Dieselgeneratoren erfolgt. Im deutlich ärmeren Norden nimmt in weiten Gebieten die Bodenfruchtbarkeit, auch durch den jahrzehntelangen Baumwollanbau ab. Die Regierung unter Präsident Dr. Thomas Boni Yayi hat in der letzten Zeit sehr gute Ergebnisse im Bereich der Verbesserung der Infrastruktur aufzuweisen, verliert allerdings an Unterstützung in der Bevölkerung, weil es an Bereitschaft zum Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern mangelt. Auch der Elan aus der Anfangszeit der neuen Regierung zur Bekämpfung der Korruption hat merklich nachgelassen. Wirtschaftswachstum wird als Grundprinzip der Armutsbekämpfung vorausgesetzt, wodurch die Landwirtschaft als Ausgangsgrundlage genommen wird, vor allem um so die weit verbreitete Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen.

Schwerpunktbereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Die Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Benin sind:

  • Dezentralisierung/Kommunalentwicklung
  • Integriertes Management der Ressource Wasser, Trinkwasser- und Sanitärversorgung
  • Umwelt/Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen im ländlichen Raum

Engagement des DED

Der DED arbeitet in den im Folgenden dargestellten Themenbereichen und trägt somit zu den Schwerpunkten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit bei.

Dezentralisierung/Kommunalentwicklung
Der DED in Benin unterstützt im Bereich Demokratieförderung die demokratischen Strukturen auf kommunaler Ebene. Er richtet sich dabei an die beiden großen Zielgruppen der Mitarbeiter in den Kommunalverwaltungen und der zivilgesellschaftlich organisierten Bürgerinnen und Bürger.

Der DED stärkt die Bedingungen für die lokale Wirtschaft, u.a. fördert er Kommunen bei der Entwicklung tragender Wirtschaftszweige (z.B. Tourismus) und berät bei Maßnahmen im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) und bei Public Private Partnership (PPP) zwischen Kommunen und Unternehmen. Dies soll neue Einkommens- und Arbeitsmöglichkeiten für die Bevölkerung schaffen und die Steuereinnahmen der Kommunen steigern.

Bürgernähe und die Leistungsfähigkeit der dezentralen Verwaltungsstrukturen werden durch Stärkung der Aufsichts- und Beratungsfunktion der Präfekturen für die Kommunen, durch Organisationsberatung der Gemeindeverbände und durch Verbesserung der Kompetenzen des Verwaltungspersonals gestärkt.

Bei der Förderung der Zivilgesellschaft arbeitet der DED mit seiner langjährigen Partnerorganisation „Centre Afrika Obota“ (CAO), einer renommierten Bürgerrechtsorganisation Benins, zusammen. Das gemeinsame, landesweit ausgerichtete Programm zur Förderung von Zivilgesellschaft und Demokratie folgt den Prinzipien der Guten Regierungsführung (u.a. auch der Korruptionsbekämpfung), die auf der kommunalen Ebene verankert werden. Die zivilgesellschaftlichen Organisationen werden in die Lage versetzt, ihre Kontrollfunktion den Gemeinderäten und der Verwaltung gegenüber kompetenter wahrzunehmen.

Jugendliche werden in den Prozess der Dezentralisierung eingebunden. Nationale Partner (z.B. CAO oder beninische Pfadfinderorganisationen), die sich gezielt an Jugendliche wenden, werden bei der Entwicklung eines Ausbildungsprogrammes unterstützt, das Jugendliche über ihre Rechte und Pflichten als junge Bürger in einem demokratischen Staat aufklärt.

Für Zivilgesellschaft und Gemeindevertreter fördert der DED die Qualifizierung, um Wirkungen des beninischen Strategiepapiers zur konkreten Armutsreduzierung zu identifizieren. Notwendige Verbesserungen und Anpassungen in ihren Kommunen können kompetenter eingefordert werden.

Integriertes Management der Ressource Wasser- und Trinkwasserversorgung
Der DED -Beitrag in diesem Schwerpunkt orientiert sich an einem nachhaltigen und effizienten Betrieb der Wasser- und Sanitärversorgungssysteme durch die dezentralen Verwaltungsstrukturen. Mittels Prozessberatung werden die Fähigkeiten der beteiligten Akteure gestärkt, die vorhandenen Wasserressourcen zu planen, zu bewirtschaften und ihre Qualität zu erhalten. Die Bürger erhalten so dauerhaft Zugang zu hygienischem Trinkwasser. Die Abwasser- und Abfallentsorgung erfolgen umweltgerecht. Weiterhin unterstützt der DED das Aus- und Weiterbildungszentrum für Berufe im Wassersektor. Die Fähigkeiten der Kommunen werden hinsichtlich der integrierten Bewirtschaftung der natürlichen Wasserressourcen durch die Unterstützung kommunaler Zweckverbände gestärkt.

Umweltschutz/Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen
Im Bereich Umweltschutz dient der DED-Beitrag der Stabilisierung der natürlichen Ressourcen in und um den Pendjari-Nationalpark. Die Kommunen werden befähigt, Pläne für die nachhaltige Nutzung ihrer Ressourcen zu entwickeln und umzusetzen. Auch die Nutzung von verbesserten Kochherden wird als konkrete Maßnahme unterstützt. Erzeuger und Unternehmerdachverbände werden in ausgewählten Wertschöpfungsketten unterstützt. Alle diese Maßnahmen tragen insgesamt zur Steigerung der Einkommen der ländlichen Bevölkerung bei.

Beitrag außerhalb der Schwerpunkte

Die HIV/AIDS-Prävention unterstützt der DED über ein HIV/AIDS-Jugendnetzwerk, damit die Kenntnisse, das Wissen und die Handlungskompetenz der Jugendlichen verbessert werden. Die Querschnittsthemen HIV/AIDS-Prävention und Jugendorientierung werden hierdurch verbunden. Da in Benin 75 Prozent der Bevölkerung unter 25 Jahre alt sind, stellen Jugendliche eine besonders wichtige Zielgruppe für den DED dar.

„weltwärts mit dem DED“
Im Rahmen des weltwärts-Programms sind in Benin 30 junge Erwachsene im Einsatz. Eine beninische Pfadfinderorganisation koordiniert den Einsatz der weltwärts-Freiwilligen.

Weitere Informationen finden Sie auf der landeskundlichen Informationsseite Benin.

Kontakt

Regionalgruppe West- und Zentralafrika
E-Mail: westafrika@ded.de

Weitere Informationen:

West- und Zentralafrika

Landesbüro.

Service Allemand de Développement
01 B.P. 394 Recette Principale
Cotonou
Benin
E-Mail: ben@ded.de

Webseite des DED in Benin.

http://benin.ded.de

Aus der Praxis.

Tiefe Spuren verwischen nicht Anneliese van der Keur war eine der ersten Entwicklungshelferinnen des DED in Dahomey. Bis heute besucht sie ihre alte Wirkungsstätte in Benin. Erinnerungen an ein weißes Pulver in einer Kalebasse, an Impftouren per Fahrrad durch den Busch und an einen kleinen Jungen, der nicht mehr zur Schule gehen wollte.

Aus der Praxis - dazu mehr...

40 Jahre DED in Benin.

Zum 40jährigen Bestehen der Kooperation mit Benin erschien eine Jubiläumsbroschüre, die Sie hier als PDF-Dokument auf Deutsch und Französisch herunterladen können.

1966-2006 DED in Benin
(1,6 MB)

1966-2006 DED au Bénin
(2,17 MB)

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