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Kooperationen: Partnerschaften für Entwicklung .  

Aktivitäten koordinieren, Kräfte bündeln, Expertise komplementär einsetzen und Synergien nutzen: Unter diesem Motto geht der DED Allianzen mit unterschiedlichen Partnern in der EZ ein. Fast die Hälfte seiner Fachkräfte ist in Kooperationen eingesetzt. Schon seit jeher sind Kooperationen für den DED ein wichtiges Mittel, um die Effizienz und Wirksamkeit seiner Maßnahmen zu steigern. Dabei kann er auf eine breite Palette entwicklungspolitischer Akteure zurückgreifen.

Im Rahmen der bilateralen staatlichen EZ verzahnt der DED sein Engagement eng mit den Aktivitäten der anderen Durchführungsorganisationen GTZ, KfW Entwicklungsbank, CIM und InWEnt und bringt sich aktiv in die Planung und Durchführung der gemeinsamen Entwicklungsprogramme ein. In den einzelnen Entwicklungsmaßnahmen setzt der DED seine spezifischen Instrumente komplementär zu denen der anderen staatlichen EZ-Institutionen ein und trägt so zu einer integrierten deutschen EZ „aus einem Guss“ bei. So können gemeinsame Ziele in der Armutsbekämpfung effizienter erreicht werden und letztendlich mehr Wirkungen für unsere Projektpartner und Zielgruppen entstehen. In vielen Ländern zeigt sich die enge Zusammenarbeit auch in Bürogemeinschaften von DED, GTZ, KfW Entwicklungsbank und InWEnt.

Darüber hinaus arbeitet der DED mit politischen Stiftungen, kirchlichen Organisationen und verschiedenen anderen NRO wie der W.P. Schmitz-Stiftung, der Konrad-Adenauer-Stiftung, Brot für die Welt, Misereor, der Deutschen Welthungerhilfe und der Kindernothilfe zusammen. In vielen Fällen sind die Fremdmittel unserer Kooperationspartner entscheidend dafür, dass unsere Fachkräfte ihre Leistungen überhaupt optimal umsetzen können. Immer wichtiger wird auch die Kooperation mit privaten Wirtschaftsunternehmen und deren Verbänden im Rahmen von Public Private Partnerships.

Mit der Pariser Erklärung hat die internationale Staatengemeinschaft 2005 mehr Ownership von den Partnerländern und eine bessere Harmonisierung der Geberaktivitäten gefordert, um die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit im Hinblick auf die Millennium-Entwicklungsziele zu steigern. Die Partnerregierungen sind aufgefordert, nationale Entwicklungsprogramme zu entwerfen und verantwortlich umzusetzen. Dazu müssen die Maßnahmen und Mechanismen der verschiedenen Geber besser abgestimmt und harmonisiert werden, die Finanzierung von Entwicklung soll zunehmend durch Pooling also das Zusammenlegen von Ressourcen erfolgen, beispielsweise durch Korbfinanzierung oder Budgethilfe. Dies kann nur gelingen, wenn bereits im Vorfeld Kooperationen zwischen den verschiedenen Akteuren identifiziert werden.

Der DED wird daher seine Kooperationen weiter ausbauen und auf neue Partner ausweiten. Zunehmend arbeitet der DED mit multilateralen Gebern wie der Europäischen Union, der Weltbank oder regionalen Entwicklungsbanken zusammen. Mit seinen Instrumentarien und Leistungsangeboten ist der DED für multilaterale Institutionenvon besonderem Interesse, da diesen Institutionen in der Regel die Erfahrung und der Zugang vor allem zu den lokalen Partnern und Zielgruppen fehlen. So nutzt der Bereich Sustainable Development der Afrika-Abteilung der Weltbank die Erfahrungen des DED in partizipativen Methoden für die Konzeptentwicklung im landwirtschaftlichen Sektor: DED-Fachkräfte unterstützen die Büros in Kenia, Äthiopien, Malawi, Sambia und Südafrika in den Bereichen landwirtschaftliche Bewässerung und Biodiversität. Im Bereich Qualitätssicherung unterstützen DED-Fachkräfte die Weltbank-Teams und ihre jeweiligen Ansprechpartner auf der Nehmerseite in Uganda, Sambia, Ruanda, Mali und Burkina Faso, im Sinne der Pariser Erklärung eine stärkere Wirkungsorientierung in die Projektkonzepte der Weltbank zu integrieren.

In Kooperationen trägt der DED in der Regel alle Kosten, die im Zusammenhang mit DED-Leistungen stehen, aus dem eigenen Budget. In einigen Fällen werden die Kosten unserer Fachkräfte teilweise aber auch fremdfinanziert.

Fachkräfte in Kooperationen 12/2006
Fachkräfte in Kooperationen 12/2006

Kooperationen aktuell

Wichtigster Kooperationspartner des DED ist die GTZ. Weitere Partner sind die KfW Entwicklungsbank, die EU, finanzstarke Nichtregierungsorganisationen, regionale Entwicklungsbanken und zahlreiche europäische private, kirchliche oder staatliche Organisationen. Zum Dezember 2006 waren von insgesamt 965 Fachkräften des DED 430 (also 45 Prozent) in Kooperationen tätig. Von diesen 430 Fachkräften arbeiteten 302 in Kooperationen mit der GTZ und anderen staatlichen deutschen Organisationen. Damit geht der DED 70 Prozent seiner Kooperationen mit den anderen deutschen Durchführungsorganisationen ein. Ausgebaut wurden Kooperationen mit multilateralen Organisationen wie der Weltbank, die von vier Prozent auf acht Prozent anstiegen. Der Deutsche Entwicklungsdienst arbeitet außerdem mit den Vereinten Nationen im United Nations Volunteers Programme (UNV) zusammen und entsendet in dessen Auftrag mindestens zehn Fachkräfte pro Jahr.

 

Kontakt
Fachgruppe F6
Internationale Kooperationen und Programmmonitoring

Michael Brömmel
E-Mail: Michael.Broemmel@ded.de

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