Public Private Partnership (PPP).
Weltweites Engagement – Partnerschaft vor Ort
PPP ist eine Allianz zwischen Entwicklungspolitik und Wirtschaft zu beiderseitigem Nutzen. Die Herausforderungen, vor denen die Entwicklungspolitik steht, werden immer größer. Sie lassen sich nicht mehr mit öffentlichen Mitteln alleine bewältigen. Entwicklungspolitische Bemühungen zur Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lage der Menschen in Entwicklungsländern können nur dann dauerhaft erfolgreich sein, wenn die Wirtschaft zum Motor einer nachhaltigen Entwicklung wird.
Was leistet der DED?
- Er unterstützt das Unternehmen fachlich bei der Projektplanung.
- Er sucht geeignete Fachkräfte, bereitet sie vor und ko-finanziert ihren Einsatz.
- Er begleitet das Unternehmen in allen Projektphasen.
- Er übernimmt bei Süd-PPP-Projekten (finanzielle Kooperation) bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten.
- Er vernetzt das Projekt mit regierungsnahen Stellen, Behörden, Fach- und Entwicklungsinstitutionen.
- Er unterstützt das Unternehmen beim Monitoring des Projekterfolgs vor Ort.
Was leistet das Unternehmen?
- Es ist der direkte Kooperationspartner des DED vor Ort und Träger der Maßnahme.
- Es beteiligt sich mit seinem Know-how und seinen Erfahrungen aktiv an der Konzipierung, Planung, Durchführung und Evaluierung des Projektes.
- Es leistet einen Beitrag zu den Projektkosten in Höhe von mindestens 50 Prozent.
- Es unterstützt den DED, die gewonnenen Erfahrungen an andere Unternehmen zu vermitteln.
Kriterien und Merkmale für ein PPP-Projekt
Auf Grund der Arbeitsweise des DED in seinen Partnerländern und seiner Einbindung in die deutsche und internationale Entwicklungszusammenarbeit gelten für die Unterstützung eines Vorhabens folgende Kriterien:
- Das Projekt muss mit den entwicklungspolitischen Grundsätzen der Bundesregierung in Einklang stehen, eine klare Entwicklungsrelevanz haben und umwelt- und sozialverträglich sein.
- Die Leistungen der Partner müssen sich so ergänzen, dass beide Seiten ihre Ziele – also entwicklungspolitischen Nutzen und unternehmerischen Erfolg – kostengünstiger, wirksamer und schneller erreichen.
- Die privaten Partner müssen einen wesentlichen Beitrag zum Projekt leisten: finanziell, personell oder in Sachleistungen. In der Regel trägt der private Partner mindestens 50 Prozent der Projektkosten. Die privaten und öffentlichen Beiträge werden für jedes Projekt individuell vereinbart.
- Gemeinsame PPP-Projekte müssen erkennbar über die eigentlichen unternehmerischen Kernaufgaben hinausgehen. Die Entwicklungszusammenarbeit beteiligt sich also nur an Leistungen, die von den Unternehmen nicht ohnehin zu erbringen und nicht gesetzlich gefordert sind.
Merkmale des PPP-Programms des DED sind außerdem:
- In PPP-Projekten arbeitet der DED vorwiegend mit kleinen und mittelständischen Unternehmen aus den Partnerländern zusammen.
- Die PPP-Maßnahme muss in den jeweiligen EZ-Schwerpunkt und DED-Beitrag im Partnerland integrierbar sein.
- Die Projektergebnisse sollten breitenwirksam und die gewonnenen Erkenntnisse möglichst auf andere Unternehmen oder Institutionen übertragbar sein.
Zwei Varianten der Zusammenarbeit
Der DED engagiert sich in zwei Modellen von Public Private Partnerships:
1. Einsatz von Fachkräften:
Eine entwicklungspolitisch relevante Maßnahme entsteht, zu deren Umsetzung der private Partner langfristige Beratung benötigt. Gemeinsam mit dem Unternehmen wird das Projekt geplant, durchgeführt und finanziert. Der Beitrag des DED besteht in der Entsendung einer Fachkraft. Diese übernimmt zur Erreichung des gemeinsam vereinbarten Projektziels eine langfristige, beratende Rolle innerhalb des Unternehmens. Die gesamten Sachkosten des Projekts sowie mindestens die Hälfte der DED-Personalkosten werden von dem Partnerunternehmen getragen.
2. Finanzielle Beteiligung an Projekten:
Die zweite Variante, von uns Süd-PPP genannt, richtet sich vor allem an mittlere Unternehmen. Der DED entsendet dabei keine Fachkraft, sondern unterstützt PPP-Maßnahmen mit finanziellen Mitteln und entscheidet direkt im Partnerland über eingehende PPP-Anträge. Gefördert werden Projekte bis zu einem Jahr Laufzeit. Der DED übernimmt als öffentliche Hand maximal 50 Prozent der Gesamtkosten und leistet punktuell fachliche Beratung.
Download
DEDpublik PPP - Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft (PDF, 1,74 MB)
Projektstatistik PPP 2006 (PDF, 36 KB)
Projektbeispiele Philippinen und Namibia (PDF, 76 KB)
DEDpublic Development partnerships with the private sector (PDF, 1,64 MB)
Evaluierung - Mainstreaming PPP im DED (PDF, 1,8 MB)
DED-Brief 1/2007 Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft (PDF, 3,37 MB)
Weitere Informationen:
Kooperationen mit der Wirtschaft
Aus der Praxis.
Nicaragua: Entwicklungsweg zusammen mit der Wirtschaft
Peru: Busunternehmen fördert Pflanzenölproduktion
Philippinen: Zertifizierter organischer Kaffee aus Manila
Uganda: Export zertifizierter Biofrüchte
Vietnam: Verbesserung des lokalen Abfallsammelsystems
Zum Download.
Jahresbericht PPP 2008 (BMZ Materialien 200, PDF, 1,7 MB)


