Deutscher Entwicklungsdienst (DED) .
Der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) ist einer der führenden europäischen Personalentsendedienste in der Entwicklungszusammenarbeit. Er ist in 47 Ländern tätig und arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. 2009 hatte der DED fast 3.000 Mitarbeiter, rund 2.600 davon sind im Ausland tätig. Seit seiner Gründung im Jahr 1963 haben sich weltweit rund 16.000 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer dafür eingesetzt, die Lebensbedingungen von Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika zu verbessern.
Weltweites Engagement – Partnerschaft vor Ort
Der DED tritt im Auftrag seiner lokalen Partner für eine Minderung der Armut und eine selbstbestimmte,nachhaltige Entwicklung ein. Er arbeitet mit am Aufbau von Kapazitäten in der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, unterstützt die demokratische Entwicklung durch die Stärkung von Zivilgesellschaft und Kommunen, fördert die ländliche Entwicklung und Ressourcensicherung und setzt sich für effiziente Gesundheitssysteme sowie eine zivile Konfliktbearbeitung und Friedensförderung ein. Die zurückgekehrten Fachkräfte unterstützt der DED darin, aktiv zur entwicklungspolitischen Bildung und damit zu einer offenen und toleranten Gesellschaft in Deutschland beizutragen.
Nah dran
Entwicklungshelferinnen und -helfer sowie Einheimische Fachkräfte des DED bringen ihre berufliche Expertise in nicht-staatliche und staatliche Organisationen der Partnerländer ein. Sie bilden aus, beraten und gestalten Projekte gemeinsam mit den Partnern. Im Programm "Ziviler Friedensdienst" des DED beraten Friedensfachkräfte zu Methoden der zivilen Konfliktlösung und -prävention. Mit dem Nachwuchsförderungsprogramm gibt der DED Berufsanfängern die Möglichkeit, Erfahrungen in einem Partnerland zu sammeln. Junge Freiwillige können im Programm weltwärts mit dem DED interkulturelle Kompetenzen erwerben.
DER DED IN 2009 - ZAHLEN
- Fachkräfte im weltweiten Einsatz: rund 2.000 (Entwicklungshelfer, Nachwuchsförderungsprogramm, Einheimische Fachkräfte, Ortskräfte und hauptamtliche Mitarbeiter im Ausland)
- Freiwillige des Programms weltwärts mit dem DED: 559
- Mitarbeiter in Deuschland: 229
- Gesamtpersonal: 2.826
- Haushalt 2009: 147.500.000 Euro
Kernkompetenzen:
- Der DED entsendet auf Anfrage staatlicher und nicht-staatlicher Organisationen seiner Partnerländer und auf der Grundlage von Rahmenabkommen mit den jeweiligen Regierungen berufserfahrene und sozial engagierte Fachkräfte, die im Ausland insbesondere ausbildend, beratend und planend tätig sind.
- Der DED stärkt die Kapazität lokaler zivilgesellschaftlicher Organisationen und kommunaler Verwaltungen durch fachliche Beratung, die bei Bedarf durch finanzielle Zuschüsse ergänzt werden kann. Mit der zunehmenden Förderung einheimischer Fachkräfte stärkt der DED lokale Kompetenzen für eine selbstbestimmte Entwicklung.
- Der DED bietet qualifizierten Berufsanfängern bis zu einem Alter von 28 Jahren in einem Nachwuchsförderungsprogramm die Möglichkeit, durch einen einjährigen Aufenthalt in einem Partnerland des DED entwicklungspolitische, berufliche, persönliche und interkulturelle Erfahrungen zu sammeln.
- Der DED beteiligt sich am Zivilen Friedensdienst, einem Instrument der Entwicklungszusammenarbeit, in dem staatliche und nicht-staatliche Träger zusammenwirken. Der DED entsendet lebens- und berufserfahrene Menschen als Friedensfachkräfte, die sich in den Partnerländern für zivile Konfliktbearbeitung und Friedensförderung einsetzen.
- Der DED entsendet im Rahmen des Freiwilligenprogramms weltwärts junge Menschen, vorwiegend im Alter von 18 bis 23 Jahren, für ein Jahr in Partnerländer. Mit weltwärts können die Freiwilligen durch ehrenamtliche Mitarbeit in den Partnerländern internationale Erfahrungen sammeln sowie interkulturelle Kompetenz und Qualifikationen für ihre berufliche Orientierung erwerben.
- Der DED wirbt in der deutschen Öffentlichkeit für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft durch entwicklungspolitische Bildungsarbeit und will mit seiner Öffentlichkeitsarbeit für die gemeinsamen Interessen und Probleme der Einen Welt sensibilisieren.
Inhaltlich arbeitet der DED in folgenden Leistungsbereichen:
- Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft: Unterstützung beruflicher Bildungssysteme, Förderung kleinerer und mittlerer Unternehmen, Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft, Entwicklung von Mikrofinanzsystemen, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
- Demokratieförderung, Zivilgesellschaft und Kommunalentwicklung: Auf- und Ausbau von Problemlösungs- und Handlungskapazitäten der Partner, Förderung der Durchsetzung demokratischer Prinzipien (Menschenrechte, gute Regierungsführung, Rechtsstaatlichkeit, (Geschlechter-) Gleichberechtigung), Unterstützung dezentraler Strukturen (Kommunalverwaltungen), Stärkung der Zivilgesellschaft
- Ländliche Entwicklung, Ressourcensicherung, Wasser: Unterstützung landwirtschaftlicher Produktionssysteme, Ressourcenmanagement (einschließlich Forstwirtschaft), Wasserressourcenmanagement, kommunales Umweltmanagement
- Zivile Konfliktbearbeitung und Friedensförderung: Stärkung lokaler Rechtssicherheit, Aufbau von Kooperations- und Dialogstrukturen, Beratung und Training zu Methoden ziviler Konfliktberatung, Rehabilitation der von Gewalt besonders betroffenen Gruppen, Friedenspädagogik
- Gesundheit: Bekämpfung von HIV/AIDS, Förderung reproduktiver Gesundheit, Unterstützung dezentraler Gesundheitsstrukturen, Capacity Building für Gesundheitsfachkräfte
In seinen Partnerländern unterhält der DED, meist in der Hauptstadt, ein Büro, das von einer Landesdirektorin bzw. einem Landesdirektor geleitet wird. Diese/r vertritt die Organisation im Land und steuert das Landesprogramm.
Der DED hat die Rechtsform einer gemeinnützigen Gesellschaft mbH. Gesellschafter sind die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sowie der Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" e.V. Finanziert wird der DED aus Mitteln des Bundeshaushalts. Er ist eine der sechs in Deutschland staatlich anerkannten Einrichtungen zur Entsendung von Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfern.
Oberstes Entscheidungsgremium des DED ist die Gesellschafterversammlung. Sie beruft den Verwaltungsrat, dem neben der Bundesregierung und dem Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" (AKLHÜ) auch Vertreter von Parteien und des öffentlichen Lebens sowie der Entwicklungshelfer und des hauptamtlichen Personals angehören. Im Verwaltungsrat werden die Leitlinien und Grundsätze der Arbeit des DED bestimmt.
Die Geschäftsführung ist das oberste Exekutivorgan des Deutschen Entwicklungsdienstes. Geschäftsführer des DED ist Dr. Jürgen Wilhelm. Den Zentralbereich leitet Adelbert Eberhardt. Leiter des Fachbereichs ist Winfried Hamacher und Leiter des Regionalbereichs Klaus-Dieter Seidel.
Weitere Informationen:
Kurzprofil DED
Organigramm.
Hier können Sie sich das Organigramm des DED als PDF-Dokument herunterladen:
Organigramm (Stand: Juni 2010, PDF, 150 KB)
UN Global Compact.
Der DED ist seit 2005 Mitglied im Global Compact der Vereinten Nationen.

