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Libanon .  

Kartenausschnitt Libanon

Rahmenbedingungen

Der Libanon ist eine parlamentarische Republik mit einem Präsidenten als Staatsoberhaupt. Das Parlament mit 128 Mitgliedern (je zur Hälfte Christen und Muslime) wird alle vier Jahre gewählt. Die Institutionen werden nach einem proportionalen System besetzt, das eine ausgeglichene Verteilung zwischen den Konfessionen sicherstellen soll. Parteien sind zugelassen, vorherrschend sind aber Zweckbündnisse, unter anderem aufgrund von religiöser Zugehörigkeit. Die Opposition kann ihre Anliegen frei vorbringen und hat aufgrund der Kultur der Einbindung aller Konfessionen beachtlichen Einfluss auf Regierungsentscheidungen. Während der 18 Monate dauernden politischen Blockade 2006/2007 war die Regierung nur sehr eingeschränkt handlungsfähig. Mit einem monatelang nicht besetzten Präsidentenamt geriet das Land gefährlich nahe an den Rand eines neuen Bürgerkriegs. Nun soll das Wahlgesetz geändert werden und in 2009 wird neu gewählt. Insgesamt stimmt die politische Lage derzeit zuversichtlich, aber sie ist längst nicht stabil.

Die Regierung hat sich zu den Millenium-Entwicklungszielen (MDG) bekannt und im Januar 2007 ein Programm zur Reform des Sozialsektors vorgelegt. Wirtschafts- und Finanzpolitik des Libanon konzentrieren sich darauf, nach dem Konflikt mit Israel 2006 das Wachstum neu zu beleben, die hohe Arbeitslosigkeit zu senken und die exorbitante Staatsverschuldung abzubauen.

Frauen sind gesellschaftlich stärker integriert als in anderen arabischen Ländern und genießen dieselben politischen Rechte wie Männer, sind allerdings in Bereichen des religiös geprägten Familien- und Erbrechts weiterhin benachteiligt.

Schwerpunktbereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Seit 2003 war der Libanon als Schwellenland kein Kooperationsland der deutschen EZ mehr. Nach den kriegerischen Auseinandersetzungen mit Israel im Sommer 2006 wurde die Entwicklungszusammenarbeit im Rahmen des zivilen Wiederaufbaus vorübergehend wieder aufgenommen. Es gibt keine formal festgesetzten Schwerpunkte für die Zusammenarbeit mit dem Libanon.

Handlungsfelder der deutschen EZ sind:

  • Wasserversorgung und Abwasserentsorgung
  • Berufliche Bildung

Engagement des DED

Der DED engagiert sich in Kooperation mit der GTZ in den Programmen der deutschen EZ zur Rehabilitierung der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung und zur Förderung der beruflichen Bildung.

Wasserversorgung und Abwasserentsorgung
Ziel des Engagements ist die Verbesserung der Dienstleistungen in der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung. Dies wird insbesondere durch die Beratung von Wasserver- und Abwasserentsorgungsunternehmen und die Stärkung der Fach- und Managementkapazitäten in den Institutionen erreicht. Unterstützt werden die Partnerorganisationen bei der Organisationsentwicklung, bei der Betriebs­führung und bei der Erhebung und Auswertung von Leistungsdaten. Technische Unterstützung erfolgt bei der Erstellung von Betriebsplänen, beim Betrieb und bei der Wartung der Systeme und bei der Analyse von Schwachstellen. Dies führt zur Reduzierung der Wasserverluste und einem effizienteren Umgang mit der Ressource Wasser.

Berufsbildung
Der DED unterstützt die Komponente „Einführung der kooperativen dualen Erstausbildung“ mit dem Ziel, die Ausrichtung der Ausbildung qualitativ und quantitativ besser auf den Bedarf des libanesischen Marktes auszurichten. Die Förderung von KMU erleichtert Betrieben in ausgewählten Branchen und Segmenten den Zugang zu Unternehmensdienstleistungen, die ihnen eine beschleunigte Ausschöpfung ihrer Wachstumspotenziale bieten. Dies erfolgt durch die Beratung von regionalen und lokalen Kammern und berufsständischen Verbände im Südlibanon.

Weitere Informationen finden Sie auf der landeskundlichen Informationsseite Libanon.

Stand: Januar 2009

Kontakt

Regionalgruppe Nahost, Zentralasien
E-Mail: R5@ded.de

Weitere Informationen:

Nahost, Zentralasien

Landesbüro.

Zuständig ist das DED-Landesbüro Syrien:

German Development Service (DED)
German House
P.O.Box 30757
Damascus
Syrian Arab Republic

E-Mail: syr@ded.de

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