Jordanien .

Rahmenbedingungen
Jordanien ist eine konstitutionelle Monarchie und verfassungsmäßig als Zentralstaat mit zwölf Verwaltungseinheiten organisiert. Der jeweilige Gouverneur wird von der Regierung benannt und vom König bestätigt. Seit 1999 ist König Abdullah II. bin Hussein das Staatsoberhaupt.
Der König und seine Regierung sind bemüht, als Vorreiter für Reformen in der Region zu gelten. Die jordanische Regierung unternimmt besondere Anstrengungen, die soziale Grundversorgung im Land zu verbessern. In der 2005 erarbeiteten Reform- und Entwicklungsagenda wurden die Ziele bis 2015 festgelegt. Neben Armutsbekämpfung gehören Beschäftigungsförderung, der Aufbau eines sozialen Sicherungssystems sowie eine umfassende Bildungsreform zu den primären Zielen.
Zu Jordaniens Entwicklungshemmnissen gehört ein Mangel an natürlichen Ressourcen. Vor allem das verfügbare Wasser reicht für die zunehmenden Bedarfe (u.a. wegen des Bevölkerungswachstums und irakischer Migranten) nicht mehr aus. Die Grundwasservorkommen werden bereits stark übernutzt.
Schwerpunktbereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist Wasser. Ziel ist die Entwicklung und Umsetzung eines integrierten Wasserressourcenmanagements mit den Komponenten Grundwasserschutz, Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung sowie landwirtschaftliche Nutzung von gereinigtem Abwasser (statt Frischwasser).
Unter Jordaniens EZ-Partnern im Wassersektor nimmt Deutschland einen Spitzenplatz ein. Der deutsche Beitrag konzentriert sich in Bezug auf die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung auf den Norden und die Mitte des Landes, hinsichtlich der landwirtschaftlichen Nutzung marginalen Wassers auf das Jordantal.
Seit Februar 2008 zählt Jordanien nicht mehr zum aktuellen Kreis der Partnerländer; allerdings ist ausdrücklich geregelt, dass die Kooperation im Rahmen regionaler/thematischer Programme fortgeführt werden kann, was vor allem für die erfolgreiche Zusammenarbeit im Wassersektor im Rahmen eines regionalen Ansatzes gilt.
Engagement des DED
Das DED-Engagement ordnet sich in den EZ-Schwerpunkt ein und trägt damit zur Erreichung des Strategieziels der integrierten Bewirtschaftung der erneuerbaren Wasservorkommen bei.
DED-Fachkräfte beraten Wassernutzergruppen im Jordantal beim Aufbau und der Stärkung ihrer Organisation. Die Wassernutzergruppen erhalten Unterstützung bei der Einführung angepasster, praxisnaher Monitoringsysteme und bei der wirtschaftlichen Verselbständigung.
Regionale Wasserversorgungseinrichtungen der mittleren und nördlichen Verwaltungseinheiten werden mit dem Ziel unterstützt, ein nachhaltiges, effizientes und transparentes Wassermanagement zu gewährleisten. Dazu erfolgt Beratung zur Verbesserung des Betriebs- und Wartungsmanagements und zur Steigerung der Pumpeffizienz auf Betriebsebene. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Reduzierung der bisher beträchtlichen Wasserverluste.
Weitere Beratung findet bei Ansätzen zur Verringerung des Bewässerungsbedarfes in der Landwirtschaft und bei landwirtschaftlichen Anbauveränderungen im Hochland Jordaniens statt.
In Kooperation mit dem BGR-Projekt „Bewirtschaftung der Grundwasserressourcen“ unterstützt der DED die Öffentlichkeitsarbeit zur Bewusstseinsbildung und Aufklärung der lokalen Bevölkerung, insbesondere über Schulen, Imame, Frauenverbände und Umweltverbände.
Das Wasserministerium wird bei der Überwachung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen für Grundwasserressourcen, bei Standortfragen und bei Genehmigungen von Landnutzungsänderungen beraten.
Stand: Januar 2009
Kontakt
Regionalgruppe Nahost, ZentralasienE-Mail: R5@ded.de
Weitere Informationen:
Nahost, Zentralasien
Landesbüro.
Zuständig ist das DED-Landesbüro in den Palästinensischen Gebieten:
German Development Service
P.O. Box 2160
Ramallah
Palästinensische Gebiete
E-Mail: pse@ded.de

