ded-logo Angezeigte Seite:

Inhaltsübersicht der Seite (Accesskey 0):

Bundespräsident Johannes Rau, Foto: Jürgen Schwarz
Rau würdigte engagierten Einsatz der Entwicklungshelfer

Mit einem großen Festakt mit mehr als 500 Gästen feierte der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) am 24. Juni sein 40jähriges Bestehen in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Mit Festansprachen würdigten Bundespräsident Johannes Rau, Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, der Staatspräsident der Republik Jemen Ali Abdullah Saleh und der ehemalige Präsident der Republik Mali Alpha Oumar Konaré den Einsatz der Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer. "Sie haben mitgeholfen, gerechtere Verhältnisse zu schaffen. Sie haben das oft unter schwierigen, entbehrungsreichen und gefährlichen Bedingungen getan," so der Bundespräsident. Wieczorek-Zeul betonte den "sehr wichtigen Beitrag des DED zur gerechten Gestaltung der Globalisierung" und sein Engagement in der Friedensförderung und zivilen Konfliktbearbeitung über das Programm des Zivilen Friedensdienstes. Ein kulturelles Highlight der Veranstaltung war der Auftritt von Mauricio Kagel mit seiner Komposition "Der Tribun", die Ausdruck seines politischen Engagements für die Schwachen ist.

Der DED wurde am 24. Juni 1963 in Bonn im Beisein von US-Präsident John F. Kennedy, Bundespräsident Heinrich Lübke, Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit Walter Scheel gegründet. Seit dieser Zeit haben sich rund 13.000 Frauen und Männer aus Europa und 10.000 lokale Fachkräfte des DED für die Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Situation in über 50 Staaten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas eingesetzt. Heute ist der DED einer der größten Personalentsendedienste für Entwicklungsländer. Mit einem Haushalt von etwa 83 Mio. € arbeitet der DED in 2003 mit rund 1000 Entwicklungshelfern in 45 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. 75 % von ihnen haben einen Hochschulabschluss, ihr Durchschnittsalter liegt bei 40 Jahren, 40 % sind Frauen.

Im Anschluss an den Festakt veranstaltete der DED an seinem Sitz im Tulpenfeld in Bonn ein Open-Air Fest für die Bonner Bevölkerung und alle Interessierten. Unter dem Motto "Eine Welt im Tulpenfeld" präsentierten mehr als 40 Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit ihre Arbeit. Außerdem wurden Spiel, Spaß und Kultur geboten, u.a. Live-Musik der New Latin-Pop Band "Menino", das Straßenkindertheater "Teatro Trono" aus Bolivien, das Spielmobil der Stadt Bonn, eine Tombola mit einem Flug nach Laos als Hauptgewinn. Bei strahlendem Sonnenschein informierten und unterhielten sich etwa 2.000 Besucher im Tulpenfeld.

Am Mittwoch, den 25. Juni, veranstaltete der DED zusammen mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Berlin, im Haus der Deutschen Wirtschaft, einen Workshop zum Thema "Personal auf Zeit im Ausland - Innovatives Personalmanagement von Unternehmen und Entwicklungsorganisationen".

Am selben Tag abends luden der DED und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein zum 17. Berliner Fachgespräch zur Globalisierung "Demokratie, Frieden, Sicherheit" in die KfW-Niederlassung in Berlin.

Zum Abschluss der Jubiläumswoche feierte der DED am Samstag, den 28. Juni 2003, mit derzeitigen und ehemaligen Mitarbeiter/innen, Entwicklungshelfer/innen, Freundinnen und Freunden des DED eine große Party im Uhlhof, der Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit, in Bad Honnef.

Weitere Informationen:

Themenbereiche: